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Entwicklung auf dem Wärmepumpenmarkt

Thema: Geothermie | 01.08.2016 | Aufrufe: 694 | Bewertung: (2 Bewertungen)

Der Markt für Wärmepumpen entwickelt sich äußerst positiv. Im vergangenen Jahr konnte man ein Wachstum von über zehn Prozent beobachten, wie der europäische Wärmepumpenverband EHPA nach Analyse eigener Daten mitteilte. Demnach wurden im Jahr 2015 insgesamt 880.000 Wärmepumpen verkauft, das ist ein neuer Rekordwert. Doch nicht nur die Industrie profitiert von dem Boom am Wärmepumpenmarkt, sondern auch die Umwelt. Durch den erhöhten Absatz der Wärmepumpen konnten immerhin 24 Megatonnen der CO2-Emissionen eingespart werden. Ganz nebenbei konnte der Wärmepumpenmarkt in der Vergangenheit über 47.100 Vollzeitjobs schaffen. Insbesondere die Luft-Wärmepumpen erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Die Nachfrage nach ihnen ist so hoch, dass sie einen Großteil des Wachstums am Wärmepumpenmarkt ausmachen, wie Experten bestätigen.

Italien, Spanien und Frankreich weisen höchsten Wärmepumpenzuwachs auf

Der Verband EHPA gibt weiterhin an, dass das größte Wachstum in Italien mit 20 Prozent mehr Verkäufen verzeichnet worden sei. Auf Platz zwei landet Spanien mit 15 Prozent und Frankreich konnte immerhin noch einen Zuwachs von acht Prozent verzeichnen. Der EHPA ist sich sicher, werden auf EU-Ebene angemessene Rahmenbedingungen geschaffen, könnte der Wärmepumpenmarkt noch weiter wachsen. Dazu würde auch gehören, die Kühlung mit erneuerbaren Energien stärker in den Fokus zu rücken, wie Pascal Westring, Statistik-Experte bei der EHPA, erklärte.

Die Europäische Kommission hat das Thema bereits für sich entdeckt. Im Rahmen der EU-Strategie für Wärme- und Kälteerzeugung, die auch als Heating & Cooling Strategie bekannt ist, setzt man sich mit der Thematik auseinander. Zudem plant man, die Erneuerbare-Energien-Richtlinie weiter zu überarbeiten.

60 Millionen Wärmepumpen – Zukunftsmusik oder echter Trend?

Der Verband EHPA bestätigt mit Blick auf die Verkaufspotenziale für Wärmepumpen, dass der Bestand auf bis zu 60 Millionen ansteigen könnte. Voraussetzung dafür ist aber, dass der europäische Markt die gleiche Reife erlange, wie etwa der schwedische Markt. Würden diese Zahlen sich wirklich ergeben, könnten Wärmepumpen die kompletten russischen Gasimporte ersetzen, die bisher noch für Heizzwecke genutzt werden.

Allerdings wird vom EHPA, insbesondere von Generalsekretär Thomas Nowak, kritisiert, dass die Politik noch zu „technologie-neutral“ bliebe. Statt die effizientesten und leistungsfähigsten Technologien zu fördern, werden alle Technologien gleichermaßen gefördert. Dabei könnten Wärmepumpen viel mehr. Nowak bezeichnete sie als Brücke zwischen Wärme- und Stromsektor. Sie könnten in verschiedene Systeme, wie etwa Abwärme, Fernwärme oder Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen integriert werden.

Der EHPA vertritt in Europa den größten Teil der Wärmepumpenindustrie. 119 Mitglieder aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette zählt der Verband. Auch Institute, Unis und Testlabore sowie Energieagenturen gehören dazu.



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