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Die Zeichen stehen gut – Solarstromspeicher werden günstiger

Thema: Stromspeicher, Brennstoffzellen | 14.06.2016 | Aufrufe: 224 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Den selbst produzierten Strom selbst zu verbrauchen, lohnt sich allemal. Zusätzlich empfehlen sich Speichermöglichkeiten für den weiteren Strom, nur war das bisher nicht sonderlich wirtschaftlich. Mit Speichern lassen sich die Eigenverbrauchsanteile auf ca. 60 Prozent erhöhen. Aber nicht nur im kleinen Rahmen für Einfamilienhäuser lohnen sich die neuen Konzepte, sondern auch in größeren Umfängen und für ganze Gemeinschaften.

Wie geht es weiter mit Solarstromspeichern?

Seit März dieses Jahres werden  Batteriespeicher wieder finanziell gefördert. Das und die Tatsache, dass neue Modelle immer günstiger werden, wird sich eine Steigerung der umgesetzten Speicherkonzepte ergeben. Bei den privaten Solaranlagenkäufern kauft sich bereits jetzt ungefähr die Hälfte ein Speichersystem. Kai-Phillip Kairies von der RWTH Aachen sagt dazu: „Ähnlich wie bei der Photovoltaik sehen wir auch bei Speichern eine Lernkurve, die bei jeder Verdoppelung der Installationszahlen eine Preisreduktion von rund 20 Prozent vorhersagt.“ Das klingt in jedem Fall vielversprechend. Auch Experten wie Dr. Peter Eckerle vom Verein StoREgio Energiespeichersysteme sehen in der Zukunft weiter fallende Speicherpreise. Er ist der Meinung, dass 10 Prozent pro Jahr durchaus möglich ist. Das hätte zur Folge, dass Stromspeicher bereits 2017 oder 2018 wirtschaftlich sein könnten.

Welche neuen Konzepte gibt es denn?

  1. „Strombank“: Die so genannte Strombank ist für Solaranlageneigentümer in Mannheim, die keinen eigenen Speicher haben und für gewerbliche Eigentümer von Blockheizkraftwerken. Vor ungefähr einem Jahr haben sich der Energieversorger MVV Energie und die Firma ads-tec zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen und einen Großspeicher auf Lithium-Ionen-Basis mit einer Kapazität von 116 kWh seinen Betrieb aufnehmen lassen. Angeschlossen an das Projekt sind mittlerweile 14 private Haushalte und 4 Gewerbebetriebe.
  2. „Sonnengemeinschaft“: Bei diesem Projekt kaufen die Eigentümer einer Photovoltaikanlage einen Speicher für den Strom. Alle Teilnehmer bekommen den Speicher mit 1000 Kilowattstunden Strom aufgeladen. Auch als Stromversorger fungiert ausschließlich der Anbieter.  Die Anlageneigentümer nutzen dann einen Großteil ihres Stromes selbst, der Rest wird in der Batterie gespeichert. Was dann noch überschüssig ist, kommt in einen virtuellen Strompool, der über das Internet gesteuert wird und allen Mitgliedern zur Verfügung steht. Der Clou an diesem Projekt ist dabei, dass auch Haushalte / Mitglieder ohne eigenen Strom sich aus diesem Pool bedienen können.

Die Konzepte sind ein Teil der Zukunft

Die Speicherkonzepte, die derzeit am Markt existieren und weiter entwickelt werden, sind die Zukunft. Carsten Tschamber vom Solar Cluster sagt hierzu: „In den nächsten Jahren wird der Siegeszug solcher Modelle nicht mehr aufzuhalten sein, Sinkende Speicherpreise, steigende Stromkosten und die weiter fallende EEG-Einspeisevergütung werden die neuen Sonnenstromspeicherkonzepte wirtschaftlicher machen. Nötig sind aber auch bessere gesetzliche Rahmenbedingungen, damit Speicher gleichberechtigt Zugang zum Energiemarkt bekommen.“



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