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Um die Sicherheit der Stromversorgung zu gewährleisten, sind präzise Ertragsprognosen wichtig

Thema: Photovoltaik | 11.06.2016 | Aufrufe: 98 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Derartige Prognosen können jetzt erstellt werden, und zwar mit einem eigens entwickelten Verfahren, das vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und TransnetBW entwickelt wurde. Dr.-Ing. Bernhard Wille-Haussmann, Projektleiter am Fraunhofer ISE freut sich über die Entwicklung: „Gegenüber dem bisherigen Verfahren ohne Berücksichtigung der Modulorientierung konnten wir mit der neuen Methode die Präzision der Hochrechnung im Rahmen einer Kreuzvalidierung um bis zu 20 Prozent signifikant verbessern.“

Besonders die Netzbetreiber profitieren

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der am Markt vorherrschende Energiemix stellen für alle Netzbetreiber neue Herausforderungen dar. Sie haben dafür zu sorgen, dass:

  1. Die Stromerzeugung gleichmäßig gewährleistet ist.
  2. Die komplexe Netzinfrastruktur weiter wächst.
  3. Die Stabilität der Stromversorgung gleich bleibt.
  4. Die Stromversorgung generell gewährleistet ist.

Da hilft es weiter, wenn es möglich ist, präzise Prognosen abzugeben, was die jeweilige Einspeiseleistung angeht. Und genau zu diesem Zweck ist das neue Verfahren entwickelt worden.

Wie genau das Verfahren zur Hochrechnung funktioniert

Funktioniert die Hochrechnung der Erträge bisher noch über Referenzanlagen, auf denen nicht mal überall Messinstrumente vorhanden sind, so wird dieses Verfahren jetzt durch ein modulares Prognoseverfahren verbessert. Es handelt sich hierbei um eine Methode, die

  • die Messwerte der Referenzanlagen mit Geoinformationsdaten und Angaben zu individuellen Anlageneigenschaften kombiniert
  • zunächst die Sonneneinstrahlung aus der Messung der Referenzanlage ermittelt
  • anschließend wird diese in Abhängigkeit zur Modulausrichtung zur Bestimmung der gesamten Einspeiseleistung einer Region eingesetzt

Dr.-Ing. Philipp Guthke, seines Zeichens verantwortlich für Prognosen und Optimierung im Bereich Systembetrieb und Handel bei TransnetBW sagt zum Verfahren:  „Durch das Zusammenspiel all dieser Informationen ergibt sich aus der Hochrechnung ein möglichst realitätsnahes Abbild der zu erwartenden Einspeiseleistung der PV-Anlagen in unserem Netzgebiet. Damit haben wir als Netzbetreiber mehr Planungssicherheit.“

Das Verfahren soll noch weiter verbessert werden

Nach einem Testlauf und dem Vergleich mit gängigen Hochrechnungsverfahren sehen die Wissenschaftler weiteres Potential, das entwickelte Verfahren weiter zu verbessern. Wichtige zu betrachtende Punkte dafür sind beispielsweise:

  • eine Kalibrierung der Referenzanlagen
  • eine automatisierte Erkennung von Verschattung, Schneebedeckung und sonstigen Einflüssen
  • eine Ergänzung der bisherigen Parameter

Wir dürfen somit gespannt sein, wie die Entwicklung in dem Bereich weiter verläuft.



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