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Projektinfo robuste Pumpen

Thema: Geothermie | 14.04.2016 | Aufrufe: 259 | Bewertung: (1 Bewertungen)

Wer sich für geothermische Kraftwerke und Wärmenetze interessiert, benötigt dafür auch eine Förderpumpe. Die verschleißen jedoch meist schnell und müssen frühzeitig ausgetauscht werden. Deshalb sind die Förderpumpen neben den Bohrkosten entscheidende Kriterien, die die Wirtschaftlichkeit von geothermischen Kraftwerken beeinflussen. Mit dem neuen BINE-Projektinfo „Robuste Pumpen für Geothermie entwickeln“ wurden modifizierte Tauchkreiselpumpen vorgestellt. Sie sind direkt an die Anforderungen der tiefen Geothermie angepasst. Schon die ersten Prototypen können den mineralischen Ablagerungen aus den Thermalwässern länger standhalten als bisher üblich. Auch die Energieeffizienz ist deutlich höher als bei bisher verwendeten Aggregaten.

Wie gut sind die neuen robusten Pumpen wirklich?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wurde ein Feldtest durchgeführt. Für diesen wurden defekte Pumpen vorwiegend aus süddeutschen Geothermieanlagen geborgen und in ihre Einzelteile zerlegt. Anschließend ging man systematisch auf die Fehlersuche, um die Fehler aufzudecken, die zum Defekt geführt haben. Mit diesen Ergebnissen entwickelte man dann die modifizierten Pumpen.

Sie kommen jetzt mit verbesserten Komponenten vom Lager bis zu den Dichtungen daher. Sie weisen einen optimierten Motor auf und der Hochtemperatursensor wurde komplett neu entwickelt. Die Prototypen der neu modifizierten Pumpen sind satte 36 Meter lang. Damit man sie als komplettes System testen kann, musste ein Hochtemperatur-Teststand in einer enormen Größenordnung konzipiert und errichtet werden. Es handelt sich dabei um den weltweit größten Hochtemperatur-Teststand.  Jetzt sollen die neu entwickelten Pumpen ihre Robustheit und Leistungsfähigkeit unter praxisnahen Druck- und Temperaturbedingungen unter Beweis stellen.

Warum sind neue Pumpen nötig?

Bisher wurden für Geothermieanlagen vorwiegend Pumpen eingesetzt, die aus der Erdölförderung stammen. Dort allerdings herrschen andere Einsatzbedingungen als bei einer Geothermieanlage. So fallen die Temperaturen bei der Förderung von heißem Wasser höher aus. Die Volumina sind größer und auch Kalk und Salze, die im Wasser enthalten sind, dürfen nicht vernachlässigt werden. Darüber hinaus laufen die Pumpen stets mit wechselnden Lasten. Deshalb wurde es nötig, auf die Dauer Pumpen zu entwickeln, die speziell an die Bedürfnisse der Geothermieanlagen angepasst sind.

Diese Entwicklung spezieller Geothermiepumpen ist übrigens ein Forschungsprojekt der Baker Hughes INTEQ GmbH aus Celle.



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