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Stromspeicher in Form von Betonkugel

Thema: Windenergie | 12.04.2016 | Aufrufe: 222 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Die Idee der Forscher vom Fraunhofer-Institut ist so einfach wie genial: Den von Windkrafträdern erzeugten Strom will man in direkter Nähe der Windparks im Meer lagern, bis dieser benötigt wird. Jetzt startet man einen Modellversuch im Bodensee. Dafür soll eine Betonkugel mit einem drei Meter Durchmesser im Bodensee versenkt werden. Das Ganze soll bis zum Herbst 2016 umgesetzt werden. Die Forscher wollen mit dem Modellversuch testen, ob die Kugeln auch unter Wasser als Energiespeicher dienen könnten, so Matthias Puchta, Projektleiter vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik in Kassel.

Zunächst wollen die Forscher beim Projekt Stensea, das für Stored Energy in the Sea steht, im See vor Überlingen erste Tests und Messungen durchführen. Die Betonkugel soll dabei über einen Zeitraum von vier Wochen untersucht werden.

Betonkugel für Bodensee bereits gegossen

Auch die Betonkugel, die im Bodensee als Stromspeicher getestet werden soll, wurde bereits gegossen. Die ersten Vorgespräche mit dem Landratsamt Bodenseekreis in Friedrichshafen wurden geführt. Bereits in wenigen Tagen bis Wochen will man nun noch den Genehmigungsantrag einreichen. Ebenfalls haben die Energietechniker mit Hilfe des Seenforschungsinstituts in Langenargen schon den passenden Standort gefunden. So soll die Kugel laut Geologe Martin Wessels recht nah am Ufer platziert werden. In etwa 100 Metern Tiefe soll der Energiespeicher seinen endgültigen Platz finden.

Wie funktioniert die Betonkugel als Energiespeicher?

Die Betonkugel ist als Hohlkugel hergestellt. Sie soll nach dem Pumpspeicherprinzip funktionieren. Dabei treibt einströmendes Wasser eine Turbine an, mit der Strom erzeugt wird. Ist zu viel Leistung vorhanden, so wird das Wasser wieder aus der Kugel gepumpt. Sollten die Tests positiv verlaufen, würde dies bedeuten, dass Energie aus Offshore-Windparks in deren unmittelbarer Nähe gelagert werden könnte. Werden viele Hohlkugeln zu einem Energiepark zusammengefasst, könnten nicht nur große Speicherkapazitäten entstehen. Auch die Speicherkosten würden auf wenige Cent pro Kilowattstunde absinken.

Der Versuch im Bodensee wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Ziel ist es, langfristig Kugeln mit bis zu 30 Meter Durchmesser in großer Tiefe zu entwickeln, die Energie speichern können. Wie Puchta erklärt, gehen die Forscher bereits jetzt davon aus, dass das Konzept erst ab einer Wassertiefe von 600 bis 800 Meter tatsächlich wirtschaftlich sein wird. Großes Potenzial sehen die Forscher vor allem an küstennahen Standorten, wie in den Regionen vor Norwegen, Spanien oder den USA.



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