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Keine E-Autos von Toyota?

Thema: Elektrofahrzeuge | 11.04.2016 | Aufrufe: 171 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Der weltgrößte Autobauer Toyota sieht den Brüsseler CO2-Vorgaben für den Flottenverbrauch gelassen entgegen und verzichtet auf Plug-in-Hybride. Karl Schlicht, Vizepräsident bei Toyota Motores Europe (TME) erklärt gelassen, dass man die EU-Flottenwerte auch ohne Plug-in-Hybride erreichen werde.

Dabei verweist er auf die aktuellen Zahlen. So lag der CO2-Ausstoß von Toyota auf Europa bezogen bereits 2015 bei 114,9 Gramm pro Kilometer. Bezieht man die Daten auf die Hybridmodelle in Deutschland, kommt man sogar auf einen CO2-Ausstoß von nur 87,4 Gramm. Selbst der Kleinwagen Yaris weist mittlerweile eine Hybridrate von 33 Prozent auf.

Toyota setzt auf Hybride

Anhand dieser Beispiele wird schon deutlich, dass Toyota vor allem auf Hybride setzt. Das danken auch die Kunden. So entscheidet sich bereits die Hälfte der Auris-Käufer für ein Hybrid-Modell. Die Auswahl der Hybride bei Toyota wird zudem stetig gesteigert. Erst kürzlich erweiterte der Autobauer seine Angebotspalette bei Hybriden um den RAV4. Die Technik stammt aus dem Lexus NX 200. Im Unterscheid zum Prius verfügt der RAV4 über einen Verbrennungsmotor von 2,5 statt 1,8 Liter und eine stärkere E-Maschine.

Auch Tom Fux, Deutschland-Geschäftsführer bei Toyota, geht davon aus, dass eine „hybrid take rate“ von über 60 Prozent auf lange Sicht gesehen, erreicht wird. In der Regel dürfte dies zu Lasten des Diesels gehen, erklärt Fux weiter. Insgesamt seien die Käufer offener für Hybridautos geworden. Toyota selbst gibt an, über alle Baureihen hinweg europaweit nur noch einen Dieselanteil von 25,4 Prozent zu haben.

Toyota gilt übrigens als Vorreiter für Hybridmodelle, seit mehr als 20 Jahren habe man fast neun Millionen Fahrzeuge dieser Art verkauft. 60 Prozent der Hybridautos stammen von Toyota, 31 Modelle gibt es weltweit, 14 in Europa.

Warum setzt Toyota nicht auf E-Autos?

So könnte Toyota also auch die Hybride als Plug-ins auf den Markt bringen. Dennoch beschränkt sich der Autobauer auf das Prius-Derivat, das noch bis 2017 weiter laufen soll. Dies begründet der Hersteller damit, dass die Kunden nicht bereit seien, einen Aufpreis von mehreren Tausend Euro zu bezahlen, um eine rein elektrische Reichweite von höchstens 25 Kilometern und einen nur minimal geringeren Verbrauch zu erreichen.

Zudem ist die noch recht unkomfortable und häufige Aufladung der Fahrzeuge für viele Kunden nicht interessant. Ein Plug-in-Hybrid lohnt sich aber nur bei ständig aufgeladener Batterie. Solange jedoch keine induktiven Ladesysteme, etwa in der heimischen Garage, zur Verfügung stehen, werde diese Fahrzeugform beim Kunden nicht ankommen. Und mit diesen Ladesystemen rechnet Toyota frühestens 2019.



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