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Tidenhubkraftwerk - Jugend forscht

Thema: Wasser | 10.04.2016 | Aufrufe: 104 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Beim Jugend forscht Wettbewerb haben sich auch die Stockacher Schüler Kirsten Blohm und Georg Zander beteiligt. Ihre Idee ist genial und gleichzeitig einfach: Sie wollen mit Hilfe von Ebbe und Flut Strom erzeugen. Das von ihnen entwickelte Tidenhubkraftwerk konnte beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht sogar einen Sonderpreis in der Sparte „Regenerative Energie“ gewinnen.

Allerdings haben die Schüler bereits ein Problem bei ihrer Idee entdeckt. Wie die 16-jährige Kirsten Blohm erklärt, seien sie und ihr Partner Georg Zander darauf gestoßen, dass das Ganze so wie geplant nicht umsetzbar sei. Die beiden Schüler müssen also noch weiter an ihrer Idee feilen. Blohm überlegt derzeit, weiter an einem Wellenkraftwerk zu forschen. Der 15-jährige Georg Zander erklärte, er habe gehofft, den Energiebedarf großer Schiffe im Hafen decken zu können. Die Schiffe müssten dann nicht mehr den Motor laufen lassen. Gerade an der Nordsee kommt es nämlich durch die Motorengeräusche häufig zu Beschwerden der Städte. Außerdem könne ohne laufenden Motor der Schiffe die Umweltbelastung gesenkt werden.

Wie kamen die Jugendlichen auf ihre Idee?

Auf die Frage, wie Blohm und Zander auf die Idee zum Tidenhubkraftwerk kamen, erklärt Blohm, sie habe Verwandte im hohen Norden der Bundesrepublik. Die Verbundenheit zu ihnen habe sie auf die Idee gebracht. Schließlich gelang es über ihren Physiklehrer, der gleichzeitig Georg Zanders Vater ist, den Kontakt zu Georg aufzubauen und das Team der beiden Schüler sei entstanden.

Der ursprüngliche Plan der beiden Schüler war einfach: Es sollte ein Seil am Schiff angebracht werden. Dieses würde die Bewegung, die der Wasserstand der Gezeiten mit sich bringt, an ein Zahnrad übertragen und so Energie produzieren. Am eigens konstruierten Modell leuchtete das Lämpchen, doch es reicht nicht. Mit der aktuellen Lösung habe man lediglich eine Ausbeute von 5.000 Watt erreicht. Das wäre eine Leistung, die ein Kreuzfahrtschiff kaum bemerken dürfte.

Wie soll es mit dem Tidenhubkraftwerk weitergehen?

Mehrere Monate haben die beiden Schüler an ihrer Idee getüftelt. Die meiste Zeit ging für das Bauen des Modells drauf, erklärt Georg. Daher gibt es in der Dokumentation zu der Entwicklung auch nicht so viele Versuche zu sehen. Doch mit jedem Schritt in dem gemeinsamen Projekt hätten sie dazu gelernt.

Kirsten erklärt, dass sie jetzt noch überlegen, wie es weiter gehen soll. Derzeit besucht Kirsten Blohm die zehnte Klasse des Nellenburg-Gymnasiums und überlegt, im kommenden Jahr ein Projekt als Seminarkurs anzumelden, statt das mündliche Abitur zu melden. Mit ihrem aktuellen Versuch wurde zwar deutlich, dass das Projekt mehr Arbeit macht, aber auch mehr Spaß bringt.



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