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12% Rendite? Wie soll das gehen?

Thema: Finanzen | 07.04.2016 | Aufrufe: 142 | Bewertung: (1 Bewertungen)

Öko-Investments, die Nachhaltigkeit, Umweltschutz und ein gutes Gewissen versprechen, schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Da werden dann nicht nur ein gutes Gewissen und Umweltschutz versprochen, sondern auch noch attraktive Renditen. Eines dieser Werbeversprechen betrifft die Investition in Bäume. Bis zu zwölf Prozent Rendite stellt man den Anlegern in Aussicht. Aber auch die Investition in Windenergie, in Solarparks oder Hartholzplantagen werden derzeit massiv beworben.

Diese Angebote sind jedoch oft mehr Schein als Sein. Monika Pietsch-Hadré von der Verbraucherzentrale Bremen befasst sich beruflich intensiv mit nachhaltigen Geldanlagen. Sie empfiehlt Verbrauchern, die auf der Suche nach einem Öko-Investment sind, sich zunächst einige grundlegende Fragen zu stellen, um infrage kommende Produkte aus der Vielzahl der Angebote herauszufiltern.

Worauf müssen Verbraucher bei Öko-Investments achten?

Vorsicht ist demnach geboten, wenn Angebote allzu aggressiv beworben werden. Das war zum Beispiel einst auch bei Prokon der Fall. Die Werbung sollte vor allen Dingen Sparer und Normalverbraucher ansprechen. Diese Produkte, so Pietsch-Hadré sind jedoch alles andere als empfehlenswert, insbesondere für den wenig erfahrenen Anleger.

Diese Anlagen sind so komplex zusammengestellt, dass man sie mit einfachem Verbraucherwissen kaum verstehen kann. Auch die hohen geforderten Anlagesummen sind nicht gerade für den einfachen Anleger gedacht. Pietsch-Hadré erklärt, dass Anleger, die auf der Suche nach Öko-Investments sind, sehr genau auf das Kleingedruckte achten müssen. Dessen Überprüfung jedoch übersteigt in aller Regel die Fähigkeiten normaler Verbraucher.

Üppige Zinsversprechen bergen Gefahren

Wie Pietsch-Hadré weiter erklärt, sollte man sich auch von allzu üppigen Zinsversprechen nicht locken lassen. Eine Rendite von jährlich zwölf Prozent kann zwar möglich sein, doch realisiert wird sie in den allerwenigsten Fällen. Gerade bei sehr hohen Renditeversprechen ist ein ebenso hohes Risiko gegeben. Im schlimmsten Fall droht dem Anleger demnach sogar ein Totalverlust seines Vermögens.

Zwar konnte nach der Prokonaffäre bereits ein erster Erfolg in Form einer verbesserten Regulierung dieser Produkte verzeichnet werden, allerdings müssen Verbraucher auch weiterhin achtsam bleiben, um sich vor finanziellen Schäden zu schützen. Alleine der gesunde Menschenverstand kann bei allzu hohen Versprechungen bereits Sorge dafür tragen, dass man sich gegen die fragliche Geldanlage entscheidet.



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