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Lohnen sich Ökostromtarife?

Thema: Ökostrom | 03.04.2016 | Aufrufe: 133 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Wer sein Gewissen der Umwelt gegenüber entlasten will, setzt heute auf erneuerbare Energien. Längst ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach zum Standard geworden, den nur noch die allerwenigsten missen wollen. Doch wie sinnvoll ist der Sonnenstrom tatsächlich, um nicht nur der Umwelt gerecht zu werden, sondern sich auch von teuren Stromanbietern unabhängig zu machen?

Dazu muss man sich die Funktionsweise der PV-Anlage auf dem eigenen Dach genauer ansehen:

  • Solarmodule, Wechselrichter und Co. werden benötigt. Für deren Herstellung und Transport werden große Mengen an Ressourcen abgebaut.
  • Strom wird produziert, wenn die Sonne scheint, vor allem im Sommer.
  • Strom wird verbraucht, wenn die Sonne nicht scheint, vor allem im Winter (Licht, Heizung usw.).
  • Stromspeicher, um den eigens produzierten Strom dann nutzen zu können, wenn er benötigt wird, sind bisher nur in geringer Auswahl und zu hohen Kosten zu finden. Selbst sehr gute Stromspeicher schaffen es kaum, den im Sommer produzierten Strom bis zum Winter in ausreichender Menge zu speichern.

Die Unabhängigkeit vom Stromanbieter, die oftmals als schlagendes Verkaufsargument für die PV-Anlage gesehen wird, kann also nicht einfach so gewährleistet werden.

Ökostromtarife für das gute Gewissen

Wer aber zumindest sein gutes Gewissen der Umwelt gegenüber aufrechterhalten will, kann sich für einen Ökostromtarif entscheiden. Der kostet zwar in der Regel ein bis zwei Cent mehr als der günstigste Atomstromlieferant, dafür bietet er aber die Möglichkeit, tatsächlich Strom aus erneuerbaren Energien zu erhalten.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es echter Ökostrom ist, der angeboten wird. Leider gibt es nämlich am Markt auch zahlreiche Anbieter, die etwa Wasser über Nacht mit billigem Atomstrom den Berg hochpumpen, um es tagsüber nach unten stürzen und vermeintlich grünen Strom produzieren zu lassen. Eine genaue Information über den Anbieter ist daher wichtig.

Generell sind die Ökostromtarife aber nicht nur sinnvoll, um das eigene Gewissen zu entlasten. Je mehr Menschen gezielt Ökostrom beim Anbieter nachfragen, umso höher wird auch das Angebot von Strom aus erneuerbaren Energien ausfallen. Dementsprechend wird durch das Verhalten der Verbraucher der Klimawandel weiter beeinflusst.

Ökostrom und PV-Anlage – auch das ist möglich

Für das absolut reine Gewissen sorgt übrigens ein Ökostromtarif in Verbindung mit einer eigenen PV-Anlage. Der aus der Anlage generierte Strom kann selbst verbraucht werden, sobald er entsteht. Wenn die eigenen Anlagen gerade keinen Strom produzieren, können Verbraucher indes auf den Ökostrom aus der Steckdose setzen. Hier sorgen die großen Stromanbieter dafür, dass Ökostrom tatsächlich zu jeder Jahres- und Tageszeit zur Verfügung steht.



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