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Streit um Abstände zu Wohngebieten

Thema: Windenergie | 02.04.2016 | Aufrufe: 153 | Bewertung: (0 Bewertungen)

In Brandenburg hat es die Windkraft derzeit nicht leicht. Anwohner fordern Mindestabstände von Wohngebieten, die der zehnfachen Höhe der Windkrafträder entsprechen. Diese Forderung hat bereits in Bayern zum Stillstand des Windkraftausbaus geführt. Dabei geht es in Brandenburg mit dem weiteren Ausbau der Windkraftanlagen sowieso schon mit verringerter Kraft voran.

Mittlerweile sammeln die Brandenburger sogar schon Unterschriften, um die großen Mindestabstände durchzusetzen. Auch die Windkraft im Wald findet in Brandenburg viele Gegner. Darüber hinaus gibt es verzögerte Regionalpläne, die ebenfalls einen gedrosselten Ausbau der Windkraft mit sich bringen. Das Regierungsziel von 10,5 Gigawatt Windleistung bis 2030 wird so deutlich erschwert. Dabei haben Untersuchungen gezeigt, dass gerade einmal zwei Prozent der Landfläche mit Windkrafträdern bestückt werden müssten, um die Windkraft auf die Regierungsziele hin auszubauen.

Ausbau von Windkraft in Brandenburg geht zurück

Wie stark der Rückgang beim Ausbau der Windkraft in Brandenburg ist, zeigen auch die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. So wurden 2015 lediglich 148 Anlagen mit 400 Megawatt aufgestellt. Das ist fast ein Viertel weniger als noch ein Jahr zuvor. Auch für 2016 erwarten die Experten einen erneuten Rückgang beim Ausbau der Windkraft in Brandenburg. Insgesamt sind im Land jetzt 5.850 Megawatt installiert. Jan Hinrich Glahr, Landesvorstand beim BWE Berlin-Brandenburg erklärte, man setze auf einen planbaren und kontinuierlichen Ausbau. Nur so könne man den Umbau der Energieversorgung nachvollziehen.

Allerdings legen jetzt die Bürger dem Ausbau der Windkraftanlagen Steine in den Weg. Der Brandenburger Landtag hatte auf die Volksinitiative reagiert, indem er erklärte, man werde ohne weitere Regelungen eine Einigung erzielen. Den Vertretern des Volksbegehrens war das aber wohl nicht genug, so dass man versucht, bis zum Juni 80.000 Unterschriften zu sammeln, um für eine erneute Diskussion über die Mindestabstände zur Wohnbebauung in Brandenburg im Landtag zu sorgen.

Warum sind Bürger in Brandenburg gegen nahe gelegene Windparks?

Wie Glahr erklärt, gibt es in der Bevölkerung des Landes eine große Unsicherheit. Grund dafür ist das extreme Spannungsfeld zwischen Braunkohle und erneuerbaren Energien. Netzausbau und Ausbau der erneuerbaren Energien werden kritisch betrachtet. Durch eine gezielte Beteiligung der Bürger auch an den Planungsprozessen könnte allerdings die Akzeptanz für die Windkraftanlagen gestärkt werden, ist sich Glahr sicher. Doch die Bürgerbeteiligung kostet auch Geld und bei den ab 2017 geltenden Ausschreibungen könnten diese Kosten zum Nachteil für Windkraftanlagenhersteller werden.

Mit der Forderung, Windkrafträder mindestens in der Entfernung ihrer zehnfachen Höhe zu bauen, würde man eine Entfernung von zwei Kilometern zu Wohngebieten fordern. Laut Untersuchungen sind Beeinträchtigungen durch Schall und Schattenwurf bis maximal 700 Meter zu finden. Deshalb wird schon jetzt ein Mindestabstand von 1.000 Metern empfohlen.



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