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Neue Hackschnitzelheizung für Grundschule

Thema: Haustechnik | 14.03.2016 | Aufrufe: 59 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Die Grundschule Hartkirchen wurde umfassend saniert. Drei Jahre lang mussten Lehrer und Schüler Dreck, Lärm und Staub ertragen. Doch obwohl die umfassende Sanierung, die insgesamt 320.000 Euro kostete, jetzt abgeschlossen ist, stehen schon die nächsten Projekte in den Startlöchern. So sollen Aula und Turnhalle saniert werden und die Grundschule braucht eine neue Heizung. Hier hat sich die Stadt Pocking für eine Hackschnitzelheizung ausgesprochen. Die ist zwar mit rund 350.000 Euro Kosten nicht gerade günstig, allerdings könnte das Projekt zu 90 Prozent gefördert werden. Die endgültige Entscheidung über die Hackschnitzelheizung soll noch im März fallen, wie Alexandra Kühberger von der Verwaltung erklärte. Den Förderantrag für die moderne Heizungsanlage habe man bereits gestellt, die nächsten Schritte wolle man jedoch erst nach einer Förderzusage in Angriff nehmen.

Was soll die Hackschnitzelheizung der Grundschule bringen?

Die bisherige Heizungsanlage in der Grundschule verbraucht jährlich 35.000 Liter Heizöl, was natürlich auch ein wesentlicher Kostenpunkt beim Betrieb der Schule ist. Von der Hackschnitzelheizung erhoffen sich die Initiatoren Kosteneinsparungen, aber auch verbesserte Werte beim Erreichen der Klimaschutzziele.

Hackschnitzelheizungen basieren dabei auf einem ähnlichen Prinzip wie Pelletheizungen, statt der Pellets werden aber Hackschnitzel eingesetzt. Sie stellen nichts anderes als zerkleinertes Frischholz dar. Insgesamt hat die Hackschnitzelheizung also viele Vorteile zu bieten, die im Folgenden kurz dargestellt werden sollen:

  • Hackschnitzelheizungen gelten als CO2-neutral, lediglich bei Herstellung und Transport der Hackschnitzel entsteht CO2.
  • Der Brennstoff für Hackschnitzelheizungen ist sehr günstig, günstiger sogar noch als Holzpellets. Im Vergleich zu Erdgas und Heizöl sind Hackschnitzel bis zu 50 Prozent günstiger zu bekommen.
  • Hackschnitzelheizungen funktionieren vollautomatisch. Selbst das Nachlegen des Brennstoffs per Hand ist nicht nötig, da hierfür ein spezielles Transportsystem zum Einsatz kommt.

Dem gegenüber stehen diverse Nachteile, wie die sehr hohen Anschaffungskosten. Aufgrund des Feuchtegehalts der Hackschnitzel können bei der Lagerung unangenehme Gerüche entstehen. Beim Verbrennen der noch recht feuchten Hackschnitzel entstehen zudem umweltbelastende Rauchgase und die Ascherückstände müssen regelmäßig entsorgt werden. Der Platzbedarf für die Heizungsanlage an sich sowie die Lagerung des Brennstoffs ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Wann lohnt sich die Hackschnitzelheizung?

Obwohl die Hackschnitzelheizung doch einige Nachteile mit sich bringt, wird sie immer wieder für Gebäude mit relativ hohem Heizbedarf empfohlen, wie es nun mal bei Schulen der Fall ist. Ab einer Heizleistung von 30 kW kann die Hackschnitzelheizung eine gute Alternative zur klassischen Pelletheizung sein.



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