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Alternative Speichermöglichkeiten im Salz?

Thema: Stromspeicher, Brennstoffzellen | 10.03.2016 | Aufrufe: 98 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Im Projekt InSpEE geht es darum, zu ergründen, ob es möglich ist, erneuerbare Energien in den natürlich vorkommenden norddeutschen Salzstrukturen zu speichern. Grundsätzlich macht diese Untersuchung Sinn, werden doch in Norddeutschland mit den zahlreichen Windparks ebenso viele Kilowattstunden Strom erzeugt. Kommt dann noch die Sonnenergie aus den Photovoltaikanlagen hinzu, entsteht ein Überangebot an Strom. Dieses zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen, ist Hauptanliegern aller Projekte, die sich mit der Stromspeicherung beschäftigen.

Bisher vor allem Wasserspeicherkraftwerke bekannt

Um Strom zu speichern, kommen spezielle Energiespeicherkraftwerke in Betracht, wobei der Strom zur Speicherung jedoch umgewandelt werden muss. Besonders häufig finden sich derzeit Wasserspeicherkraftwerke. Die überschüssige Energie wird in ihnen eingesetzt, um Wasser auf eine bestimmte Höhenlage hinauf zu pumpen. Wird die Energie benötigt, kann Wasser abgelassen werden, das auf diese Weise wiederum eine Turbine antreibt. Allerdings sind gerade im Norddeutschen Becken nur wenige Anhöhen vorhanden, die sich für die Nutzung eines solchen Wasserspeicherkraftwerks anbieten. Als Alternative in dieser Region könnten daher die Salzkavernen dienen.

Insgesamt 697 Salzstrukturen befinden sich unter dem norddeutschen Festland, der Ost- und Nordsee. Die Lagerstätten des Steinsalzes, welches einem Gestein entspricht, dass aus konzentriertem Meerwasser bereits vor Millionen von Jahren entstand, könnten für die Energiespeicherung ein großes Potenzial aufweisen. Infrage kämen vor allem die so genannten Salzkavernen, große unterirdische Höhlen, die aus dem Steinsalz entstanden.

Der Vorteil der Salzgesteine liegt darin, dass es im Gegensatz zu Kalk- oder Sandstein nicht spröde bricht. Die Salzkavernen reagieren mit den in ihnen gelagerten Stoffen kaum, sind undurchlässig nach außen und werden schon seit Jahren für die Lagerung von Erdgas verwendet.

Wie könnten Salzkavernen für die Energiespeicherung genutzt werden?

Die Salzkavernen könnten etwa nach folgendem Schema betrieben werden:

  • Speicherung von Wasserstoff
  • Über Elektrolyse kann aus Stromüberschüssen Wasserstoff hergestellt werden
  • Dieser lässt sich vielfältig einsetzen, etwa zur Rückverstromung und Einspeisung in das Erdgasnetz, als Grundstoff oder gar als umweltschonender Kraftstoff

Weitere Vorteile bestehen in der sehr tiefen Lage der Salzkavernen, wodurch sich eine sichere Lagerung von Wasserstoff über Tage hinweg realisieren ließe. Der Abstand zur Erdoberfläche ist groß und die Salzkavernen reagieren unempfindlich gegenüber Einwirkungen von außen. Die Verluste nach außen sind sehr gering. In den USA und Großbritannien lagert man bereits Wasserstoff in Salzkavernen. Die genauen Potenziale dieser Möglichkeiten soll jetzt das Projekt „Informationssystem Salzstrukturen: Salzkavernen zur Speicherung von Erneuerbaren Energien“ (InSpEE) ermitteln. Dafür haben sich die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, das Institut für Geotechnik der Uni Hannover und die KBB Underground Technologie GmbH jetzt zusammengeschlossen.



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