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Fenster Ratgeber – was muss man wissen?

Thema: Energiesparend Bauen | 08.03.2016 | Aufrufe: 156 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Geht es um die energetische Sanierung, kommt auch den Fenstern eine große Bedeutung zu. Diese ist sogar so groß, dass sie von der Energieeinsparverordnung (EnEV) berücksichtigt wird. Nach dieser sind nämlich Grenzwerte einzuhalten, wenn mehr als 20 Prozent der Fenster eines Hauses ausgetauscht werden. Die Grenzwerte beziehen sich dabei auf den so genannten U-Wert, den Wärmedurchgangskoeffizienten. Er gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter Fensterfläche verloren geht.

Die Grenzwerte laut EnEV lauten dabei wie folgt:

  • Maximaler U-Wert von 1,3 W/m²K für klassische Fenster
  • Maximaler U-Wert von 1,4 W/m²K für Dachflächenfenster
  • Maximaler U-Wert von 0,8 W/m²K für Passivhausfenster

Mehrfachverglasung ist heute Pflicht

Wer den Austausch der Fenster vorsieht, sollte sich darüber im Klaren sein, dass heute praktisch nur noch Fenster mit Zwei- oder gar Dreifachverglasung angeboten werden. Diese Fenster sorgen durch die einzelnen Glasscheiben für eine erhöhte Wärmedämmung am Haus und helfen dabei, die Energiekosten zu senken.

Darüber hinaus sorgt eine Befüllung des Glaszwischenraumes mit Edelgasen für eine weitere Wärmedämmung. Damit ebenso der Übergang zwischen Glas und Rahmen nicht zur Wärmebrücke wird, setzen die Fensterhersteller auf die so genannte „warme Kante“. Die Abstandshalter, die für den gleichbleibenden Abstand zwischen den einzelnen Glasscheiben sorgen, wurden bisher meist aus Aluminium gefertigt. Allerdings ist dieses Material ein guter Wärmeleiter, so dass die Hersteller vermehrt dazu übergehen, auf Kunststoff-Abstandshalter zu setzen. Sie leiten die Wärme schlecht und sorgen so für eine bessere Wärmedämmung.

Kunststoffrahmen als beliebte Fenster-Variante

Schaut man sich auf dem deutschen Markt genauer um, stellt man schnell fest, dass die Kunststoffrahmen für Fenster am häufigsten verbaut werden. Die Gründe, die für Kunststofffenster sprechen, sind vielfältig:

  • sehr flexibel zu verarbeitendes Material – dadurch jede erdenkliche Fensterform möglich, z. B. Rundfenster, Rundbögenfenster usw.
  • sehr günstiges Material, wodurch der Kaufpreis für die Fenster sinkt
  • sehr pflegeleichtes Material, das witterungsbeständig ist und kaum Pflege bedarf, im Vergleich zum Holzfenster
  • durch Mehrkammernprofile, die mit Luft, zum Teil auch mit Gasen gefüllt werden, lässt sich die Wärmedämmung rahmenseitig weiter verbessern

Weitere Varianten moderner Fenster

Neben der verbesserten Wärmedämmung beim Einsatz neuer Fenster lässt sich auch ein verbesserter Schallschutz erzielen. Dieser kann durch spezielle Schallschutzfenster sogar noch erhöht werden. Diese sind asymmetrisch aufgebaut, bestehen also aus unterschiedlich dicken Scheiben. Je nach Dicke der Einzelscheiben werden unterschiedliche Frequenzen absorbiert, so dass ein Großteil des Schalls draußen gehalten werden kann.

Darüber hinaus gibt es spezielle Verglasungen, die das Sonnenlicht und dessen Energie im Raum „fangen“. Sie lassen zwar das Licht in den Raum eindringen, aber es nicht wieder heraus, wodurch sich der Wohnkomfort erhöht.



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