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Intelligente Haustechnik und Nachtspeicherheizungen

Thema: Smart-Home Technik & Hausautomation | 05.03.2016 | Aufrufe: 162 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Einst galten sie als Relikt aus der Vergangenheit: Die Rede ist von Nachtspeicherheizungen. Die Regierung hatte sogar schon Pläne gemacht, die Nachtspeicherheizungen gänzlich abzuschaffen. Doch nun sieht alles anders aus, denn die Vorteile dieser speziellen Heizungen wurden erkannt und sie sollen sogar zu einer der Zukunftstechniken schlechthin im Rahmen der Energiewende werden. Doch was sind Nachtspeicherheizungen eigentlich?

Nachtspeicherheizungen und ihre Funktionsweise

Grundsätzlich laden sich die Nachtspeicherheizungen über Nacht mit Strom auf und speichern die so zugeführte Wärme oft mittels Schamottsteinen. Die gespeicherte Wärme wird über den Tag verteilt abgegeben. Viele Jahre lang wurde Strom für die Aufladung genutzt. Dies führte zu günstigeren Kosten, da der Strom nachts preiswerter angeboten wurde. Schon in den 1970er und 1980er Jahren sah man die Technik als zukunftsweisend an. Kraftwerke konnten damit gleichmäßiger ausgelastet werden, weil sie sich nachts nicht einfach herunterfahren ließen. Sogar eine staatliche Förderung wurde für die Nachtspeicherheizungen gewährt.

Seit 2007 gibt es jedoch keine Förderungen mehr, wenn die Nachtspeicherheizungen vor dem 01.04.1999 eingebaut wurden. So mussten Besitzer einer solchen Anlage von nun an tiefer in die Tasche greifen.

Nachtspeicherheizungen und ihre Vorteile

Die Vorteile der Nachtspeicherheizungen liegen indes klar auf der Hand. So lassen sich die Öfen dezentral steuern und sie sind nicht zwingend auf eine einheitliche Vorlauftemperatur angewiesen. Zudem wird die Wärme direkt im Ofen gespeichert und nicht über Leitungen über mehrere Räume verteilt. Dadurch sinken die sonst anfallenden Verteilverluste bei Nachtspeicherheizungen deutlich. Außerdem ergeben sich günstige Anschaffungs- und Installationskosten, da der Ofen keinen Kamin, Kessel, Tank, Brenner oder Rohre benötigt.

Das Verbot von Nachtspeicherheizungen

Die Bundesregierung hatte ab 2020 geplant, Nachtspeicherheizungen zu verbieten. Viele Eigentümer einer solchen Anlage gerieten daher in Unsicherheit und fragen sich auch heute noch, ob sie ihr System austauschen müssen. Die Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden, denn bereits 2013 hat die Regierung das einst beschlossene Verbot wieder gekippt.

Stattdessen gibt es bei starkem Sonnenschein oder Wind aufgrund der vielfach eingesetzten erneuerbaren Energien sogar ein Überangebot an Strom. Wenn die Nachtspeicherheizungen, mit moderner Regeltechnik nachgerüstet, dieses Überangebot an Strom aufnehmen und es später abgeben, kann damit allen Parteien geholfen werden.

Dafür müssen die Nachtspeicherheizungen allerdings mit intelligenten, digitalen Stromzählern versehen werden. Durch diese wird es möglich, dass die Verbraucher die unterschiedlichen Stromtarife im Tagesverlauf für sich nutzen. So kann die intelligente Haustechnik erkennen, wann der Strom besonders günstig ist und in dieser Zeit die Heizung aufladen. Bisher gibt es allerdings noch keine praxistaugliche Lösung, da für diese intelligente Nutzung der Nachtspeicherheizungen teure Nachrüstungen nötig werden.



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