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Pellets vor dem Aus?

Thema: Finanzen | 03.03.2016 | Aufrufe: 135 | Bewertung: (0 Bewertungen)

German Pellets steht vor dem Aus. Bereits im April wird eine von mehreren Anleihen fällig, doch das Geld für die Rückzahlung fehlt offenbar. Deshalb hatte man eine Gläubigerversammlung einberufen, auf der ein Schuldenschnitt beschlossen werden sollte. Die Gläubigerversammlung in Wismar wurde jedoch kurzfristig abgesagt, was auf den Ernst der Lage hindeutet. Ebenso wurden die Anleihen von German Pellets an der Börse zuletzt nur noch zu einem Zehntel des ursprünglichen Werts gehandelt.

Damit reiht sich German Pellets in eine Vielzahl vermeintlich ökologischer Investitionsunternehmen ein, wie etwa Solarworld, Prokon oder Solarwatt, um nur einige zu nennen. Sie alle warben vor allem bei Kleinanlegern um Geld und köderten diese auf den Verkaufsveranstaltungen damit, besonders ökologisch und nachhaltig zu wirtschaften. Genau diese Aussagen treffen den Anleger ins Herz. Er bekommt das Gefühl vermittelt, mit einem guten Gewissen gute Renditen erwirtschaften zu können, erklärt Christian Gritzka, Vermögensverwalter aus Hamburg. Allerdings ist die grüne Geldanlage insgesamt schwierig.

Wie können Kleinanleger sich vor Verlusten bei grünen Geldanlagen schützen?

Damit Kleinanleger sich vor allzu großen Verlusten bei grünen Geldanlagen schützen können, müssen sie möglichst langfristig und diversifiziert investieren. Das ist jedoch auch die Krux an der Sache, denn beides bei einer grünen Geldanlage unter einen Hut zu bekommen, ist nahezu unmöglich. Wirklich grüne Großunternehmen, wie etwa den Windkraftkonzern Vestas, gibt es am Markt kaum.

Zwar tummeln sich zahlreiche junge Ökofirmen auf dem Markt, doch selbst Experten tun sich schwer damit, einzuschätzen, welche von ihnen langfristig bestehen bleiben wird. Deshalb raten Experten Kleinanlegern, die „Best-in-Class“-Methode zu nutzen, um ihr Geld zu investieren. Dann reicht es oft schon, wenn Unternehmen nachhaltiger als die direkte Konkurrenz wirtschaften.

Wirklich grüne Geldanlagen lassen sich schwer finden

Bei einem genaueren Blick auf den Markt wird überdies schnell klar, dass es schwer ist, wirklich grüne Geldanlagen zu finden. Einige Nachhaltigkeitsfonds unterstützen etwa den japanischen AKW-Betreiber Tepco, wie sich nach der Katastrophe von Fukushima herausstellte.

Auch die Stiftung Warentest, die vor zwei Jahren mehr als 20 Ökofonds unter die Lupe nahm, musste ein erschreckendes Ergebnis verkünden: Das beste Produkt im Test erreichte gerade einmal die Gesamtnote „ausreichend“. Wenige Monate später stellte man offene Investmentfonds mit Nachhaltigkeitsversprechen auf den Prüfstand. Von 46 getesteten Produkten erfüllte lediglich eines alle Kriterien der Tester. Damals konnte ein Fonds von Ökoworld überzeugen, allerdings ließ er sich seine gute Qualität durch hohe Gebühren bezahlen, so dass die Rendite deutlich geschmälert wurde. Deshalb sollten Kleinanleger bei grünen Geldanlagen stets Kompromissbereitschaft zeigen.



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