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Änderungen im Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) und ihre Auswirkungen B2B

Thema: BHKW/KWK | 07.02.2016 | Aufrufe: 128 | Bewertung: 1 (1 Bewertungen)

Das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) wurde zu Jahresbeginn novelliert. Mit den neuen Regelungen könnte der Anteil an Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) gesteigert werden, der für die Wärme- und Stromversorgung genutzt wird, ist sich der nordrhein-westfälische Anlagenhersteller 2G aus Heek sicher. Mit den Neuregelungen gehe ein Paradigmenwechsel der Bundesregierung zum Strommarkt 2.0 einher. Hohe Anteile erneuerbarer Energien würden die Stromversorgung kostengünstig, umweltverträglich und sicher gestalten. Eigens dafür sollen laut 2G sogar Regelleistungsmärkte weiter entwickelt werden.

Erhöhte Vergütungssätze laut KWKG

So stärkt das neue KWKG die Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz, indem es erhöhte Vergütungssätze bietet. Allerdings sind diese von der jeweiligen Leistungsklasse abhängig. Außerdem ist seit Anfang 2016 für Anlagen ab 100 kW Leistung die Direktvermarktung verpflichtend eingeführt worden. Wie 2G erklärt, werden diese beiden Instrumente dafür sorgen, dass mehr KWK-Anlagen über die Energieversorger und Stadtwerke für den bedarfsorientierten Strommarkt genutzt werden.

Für Energiedienstleistungsunternehmen sollen die Neuregelungen wiederum neue Möglichkeiten schaffen. So könnte der mit den KWK-Anlagen erzeugte Strom nicht in Netze der öffentlichen Versorgung eingespeist werden, sondern würde direkt zur Versorgung von Gewerbegebieten oder Mietshäusern genutzt werden. Die Einspeisung würde also in geschlossene Verteilernetze erfolgen.

Für derartige Anlagen gäbe es dann auch einen KWK-Zuschuss für die Objektversorgung. Gleiches gilt für Strom, der aus KWK-Anlagen gewonnen und in öffentliche Netze eingespeist wird. Voraussetzung ist jedoch, dass die volle EEG-Umlage für den aus KWK-Anlagen gewonnenen Strom abgeführt wird. Außerdem sieht das neue KWKG vor, dass kleinere KWK-Anlagen bis zu 50 kW ohne Laufzeitbegrenzung gefördert werden, zumindest bis zu 60.000 Vollbenutzungsstunden.

Kürzung für selbst genutzten Strom laut KWKG

Allerdings gibt es auch negative Veränderungen mit dem neuen KWKG. So werden die Vergütungen für selbst genutzten und aus KWK-Anlagen gewonnenen Strom deutlich gekürzt. Hier sind zwei Varianten denkbar:

  • Für kleinere KWK-Anlagen unter 100 kW fällt die Vergütung um ein Viertel niedriger aus.
  • Für KWK-Anlagen ab 100 kW entfällt der Zuschlag gänzlich.

Außerdem sehen die Neuregelungen vor, dass für KWK-Anlagen, die bis zum 01.08.2014 bestellt wurden und der Eigenversorgung dienen sollen, noch bis Ende 2017 die anteilige EEG-Umlage zu zahlen ist. Diese beträgt:

  • 35 Prozent im Jahr 2016 und
  • 40 Prozent im Jahr 2017.

Trotzdem, so G2 weiter, bleibe die KWK-Anlage eine ideale Alternative für die dezentrale Standortversorgung in Gewerbegebieten oder Mehrfamilienhäusern. EEG-Umlage und Netzentgelte werden auch in Zukunft weiter steigen, so dass der Eigenbezug von Strom sich langfristig deutlich rentieren könnte. Zudem seien die Amortisationszeiten in Verbindung mit Wärmenutzkonzepten recht kurz.



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