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1 Million E-Autos bis 2020?

Thema: Elektrofahrzeuge | 04.02.2016 | Aufrufe: 126 | Bewertung: (0 Bewertungen)

„Wir schaffen das“ ist längst zum geflügelten Wort geworden, wenn auch nicht im Zusammenhang mit der Elektromobilität. Dennoch geht Zukunftsforscher Lars Thomsen davon aus, dass das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen rollen zu lassen, durchaus erreichbar sei. Wie aber begründet er das? Ganz einfach – mit einem nicht linearen, sondern exponentiellen Anstieg. Und was heißt das jetzt genau?

Warum der E-Auto-Absatz schlagartig ansteigen wird

Der Zukunftsforscher geht davon aus, dass im Laufe der nächsten Jahre zahlreiche Entwicklungen rasant vorangetrieben werden, die das E-Auto insgesamt attraktiver für den Verbraucher machen werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Mehr Modelle für E-Autos – in jedem Fahrzeugsegment vom Transporter über den Kombi bis zum Kleinwagen.
  • Mehr Infrastruktur für E-Autos, insbesondere Schnellladestationen entlang der Autobahnen.
  • Sinkende Preise für E-Autos in allen Fahrzeugsegmenten.
  • Sinkende Preise für Batterien.

All diese Punkte werden kommen, ist sich Thomson sicher. Und wenn sie erst einmal da sind, dann gäbe es für die Elektromobilität kein Halten mehr. Bis 2020 geht Thomson davon aus, dass jedes fünfte neu zugelassene Fahrzeug ein E-Auto ist.

Fallende Batteriepreise – tatsächlich?

Etwas ungläubig ist man, wenn man Thomsons Aussagen zu den Batteriepreisen hört. Dort heißt es, dass diese locker um die Hälfte und mehr sinken würden. Doch Thomsen hat eine eindrucksvolle Rechnung aufgemacht:

  • Batteriepreis sinkt monatlich um ein Prozent = 12 bis 14 Prozent im Jahr inklusive Zinseszinseffekt.
  • Langlebigkeit der Batterien steigt pro Monat um ein Prozent.
  • Energiedichte in den Batterien steigt monatlich um ein Prozent.

Mit der Energiedichte meint Thomsen die Menge an Energie, die in die Batterie passt und dementsprechend mitentscheidend ist für die Reichweite der Elektroautos. Wenn diese steigt, lassen sich die E-Autos natürlich auch besser an den Mann oder die Frau bringen.

Insgesamt rechnet Thomsen vor, dass derzeit rund 300 US-Dollar pro Kilowattstunde alleine für die Batterie aufgebracht werden müssen. Bis zum Jahr 2020 könnten diese Kosten dagegen schon auf 120 US-Dollar pro Kilowattstunde, also um mehr als die Hälfte, sinken.

Carsharing und E-Mobilität

Gleichzeitig ist sich Thomson sicher, dass Carsharing zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Bereits heute haben Dienste wie DriveNow von BMW oder Car2Go von Mercedes kräftige Wachstumsraten zu verzeichnen. Doch Thomsen geht noch weiter, spricht von autonomen Fahrzeugen, an deren Entwicklung große Konzerne, wie Google, Tesla, Apple oder Faraday Future längst tüfteln. Dann hieße es, auf Knopfdruck einen Wagen ordern, der binnen kurzer Zeit vor Ort ist und einen ohne Fahrer ans Ziel bringt.



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