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RWE will eigenes Geschäftsfeld PV-Kraftwerke

Thema: Photovoltaik | 02.02.2016 | Aufrufe: 79 | Bewertung: (0 Bewertungen)

RWE sieht großes Potenzial im Bereich erneuerbarer Energien. Für den Bau von großen Photovoltaik-Kraftwerken will der Marktriese jetzt sogar eine eigene Tochtergesellschaft gründen. Ein Konsortium mit dem chinesischen PV-Hersteller Jinko Solar wurde dafür bereits geschlossen. Gemeinsam will man sich nun auf eine Ausschreibung bewerben.

RWE bereits jetzt großer Player am Markt

Dabei ist RWE Innogy bereits jetzt ein großer Player am Markt. Im Jahr 2015 konnte das operative Ergebnis voraussichtlich mehr als verdoppelt werden. Mittlerweile zählt RWE Innogy bereits zu den größten Betreibern von Offshore-Windparks weltweit und Onshore-Windparks in Europa. Die neue Tochtergesellschaft soll zudem an die Börse gebracht werden und sich voll und ganz dem Geschäftsfeld erneuerbarer Energien verschreiben, wovon man sich weiteres Wachstum erhofft. Mit den Zusatzeinnahmen will RWE neue Märkte erschließen und vermehrt in PV-Kraftwerke investieren. Durch Zukäufe soll das Geschäft überdies ausgeweitet werden.

Den Aufbau der neuen Tochtergesellschaft soll Hildegard Müller koordinieren. Bisher war sie BDEW-Hauptgeschäftsführerin, hat das Amt aber bereits Ende Januar niedergelegt. Ab Mai soll Müller dann in den Vorstand von RWE wechseln. Gut zehn Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft sollen bis Jahresende an der Börse platziert werden, um das Kapital zu erhöhen. Wie Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG erklärte, wolle man gut die Hälfte der Erlöse aus dem Börsengang direkt für den Ausbau der erneuerbaren Energien einsetzen.

Vorwiegend MENAT-Region für neue Gesellschaft interessant

Klare Zielgrößen hinsichtlich der installierten Megawattzahl will der Konzern für sein neues Tochterunternehmen nicht nennen. Fakt ist aber, dass vor allem für die PV-Projekte der Nahe Osten, Nordafrika und die Türkei als bevorzugte Regionen gelten. Diese auch als MENAT-Region bekannten Areale sollen aufgrund des starken Bevölkerungswachstums und der wirtschaftlichen Entwicklung sehr interessant sein. Sie haben sich schließlich das Ziel gesetzt, den Ausbau der Stromerzeugung schnell voranzutreiben.

Für den Eintritt in die MENAT-Region hat man Ende letzten Jahres auch das Konsortium mit Jinko Solar geschlossen. Zusammen will man sich um eine Ausschreibung für ein 800 Megawatt-PV-Kraftwerk in Dubai bewerben. Dieses ist das derzeit größte PV-Projekt der gesamten Region. Das neue Kraftwerk soll, so es denn fertiggestellt ist, zu 60 Prozent der Dubai Electricity and Water Authority (DEWA) und zu 40 Prozent dem Konsortium gehören.



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