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Elektro vs. Biomasse

Thema: Erdgas, Flüssiggas | 01.02.2016 | Aufrufe: 98 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Brauchen wir wirklich Elektrofahrzeuge? In Zeiten, in denen sich Sprit- und Dieselpreise einen Wettlauf nach unten genehmigen, atmen viele Benzin- und Dieselfahrer erleichtert auf und schieben den Gedanken an das Elektroauto weit weg. Zumal sich die Wissenschaftler noch ein weiteres Ziel gesetzt haben: Nämlich alternative Treibstoffe, die ebenfalls ohne Strom auskommen. Und noch dazu lassen sich die damit betriebenen Fahrzeuge dann auch noch in wenigen Minuten volltanken, was beim Elektroauto nur denkbar ist, wenn es seinen Strom aus einer bordeigenen Brennstoffzelle bezieht. Doch wie sehen die alternativen Treibstoffe von morgen aus?

Erdgas als Antriebsalternative?

Da gibt es zuerst einmal das Erdgas. Der auch als CNG (Compressed Natural Gas) bekannte Treibstoff ist längst nichts Neues mehr. Allerdings braucht Erdgas viel Platz im Tank, um eine normale Reichweite zu erreichen. Mehr als 400 Kilometer Reichweite sind mit einer Tankfüllung dann auch kaum denkbar. Für LKW und Dienstfahrzeuge kommt Erdgas daher kaum in Frage. Bei den PKWs ist Erdgas zwar beliebter, aber den Durchbruch hat der Treibstoff bis heute dennoch nicht geschafft.

Eine Alternative zum Erdgas ist LNG. Das Kürzel steht für Liquid Natural Gas und entsteht, wenn man das Gas deutlich abkühlt. Bei einer Temperaturreduzierung auf minus 161 Grad Celsius sinkt auch das Volumen, das Erdgas benötigt, entsprechend stark – auf ein Sechshundertstel. Bei dieser Form von Erdgas werden von LKWs etwa 90 Prozent weniger Stickoxide ausgestoßen als es beim klassischen Dieselmotor der Fall ist. Das Verbrennungsgeräusch kann zudem deutlich verringert werden, da die Motoren nicht als Selbstzünder agieren.

BioLNG für weniger CO2

Wer den Gedanken mit dem Erdgas noch weiter spielt, kommt beim BioLNG an. Wird Biogas verflüssigt, können die für die Umwelt schädlichen Emissionen weiter reduziert werden. Im Vergleich zu Diesel oder Heizöl stößt ein Fahrzeug mit BioLNG bis zu 80 Prozent weniger CO2, NOx oder SOx aus. Problematisch ist allerdings die Temperatur. Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden. Und wenn es auch bereits erste BioLNG-Tankstellen in Schweden und Holland gibt, so ist deren Netz bei weitem noch nicht ausgebaut.

Weitere Kraftstoffalternativen

Darüber hinaus gibt es weitere Kraftstoffalternativen, die wir im Kurzüberblick vorstellen wollen:

  1. DME = Dimethylether
    1. Geringe Selbstentzündungstemperatur
    2. Hohe Cetanzahl
    3. Geringer CO2-Ausstoß
  2. OME1 = Oxymethylenether
    1. Geringe Cetanzahl
    2. Zusätze zum Erreichen höherer Cetanzahl nötig
    3. Viel Sauerstoff enthalten, dadurch geringer CO2-Ausstoß
  3. BTL = Biomass-to-Liquid-Verfahren
    1. Aus Holzschnipseln oder Stroh wird durch komplizierte chemische Reaktionen flüssiger Kraftstoff
    2. Verfahren noch im Testlauf


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