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Windkraft Nummer eins

Thema: Windenergie | 16.01.2016 | Aufrufe: 97 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Unter den erneuerbaren Energiequellen nimmt die Windkraft mittlerweile einen immer größeren Stellenwert ein. In Deutschland zeigt der massive Ausbau dieser regenerativen Energie bereits Wirkungen. Im Dezember 2015 war die Windkraft erstmals die wichtigste Energiequelle zur Stromerzeugung. Sogar Braun- und Steinkohle sowie die Kernenergie konnten da nicht mehr mithalten. Das zeigen die Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) auf Basis der Strombörse EEX.

12,7 Terrawattstunden Strom durch Windkraft

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Windkraftanlagen zwischen Alpen und Nordsee im Dezember 2015 12,7 Terrawattstunden Strom produzierten. Die anderen Energiequellen kamen auf folgende Werte:

  • Braunkohle – 11 Terrawattstunden Strom
  • Steinkohle – 8 Terrawattstunden Strom
  • Kernkraftwerke – 8 Terrawattstunden Strom

Noch einen Monat zuvor lag die Windkraft knapp hinter der Braunkohle. Für das Jahr 2015 rechnet der Bundesverband Windenergie (BWE) mit einem Anlagenzubau mit Gesamtkapazitäten von 4.250 Megawatt. Damit würden die Windkraftanlagen, vollen Wind vorausgesetzt, so viel Strom produzieren, wie vier Atomkraftwerke.

Windkraft wird weiter stark ausgebaut

Bereits 2014 wurden Windräder mit einer Gesamtleistung von knapp 5.000 Megawatt zugebaut. In diesem Jahr konnte die Strommenge nicht zuletzt aufgrund des starken Winds und die Nutzung oft effizienterer Anlagen deutlich erhöht werden. Windkraftanlagen-Hersteller, wie Nordex, rechnen auch für das Jahr 2016 mit hohen Zubauraten. Weitere Windparks auf hoher See werden in diesem Jahr in Betrieb genommen. Allerdings hat die Entwicklung auch eine Kehrseite. Die EEG-Umlage könnte dadurch aufgrund der hohen Einspeisevergütung noch weiter in die Höhe getrieben werden, so ISE-Forscher Bruno Burger. Den Grund dafür sieht er darin, dass die Förderung trotz wachsender Ökostrommengen zuletzt weitestgehend konstant geblieben war.

Wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ermittelt hat, haben die Windkraftanlagen von Januar bis Dezember 2015 86 Terrawattstunden Strom produziert. Das sind fast 50 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Trotzdem konnte die Windkraft im Strom-Ranking nur den vierten Platz belegen, wie folgende Aufstellung verdeutlicht:

Energiequelle

Prozentualer Anteil an der gesamten Stromerzeugung

 

 

Braunkohle

24 Prozent

Steinkohle

18,2 Prozent

Kernkraft

14,1 Prozent

Windkraft

13,3 Prozent

 

Rechnet man alle erneuerbaren Energien, also auch Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft, zusammen, ergibt sich ein Anteil an der Stromerzeugung von 32,5 Prozent für das Jahr 2015. Ein Jahr zuvor waren es noch 27,4 Prozent. Die Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland ist damit so schnell wie nie zuvor gewachsen.

Damit kann das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 35 Prozent der gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, durchaus erreicht werden. Auch der Ausbau, der 2025 40 bis 45 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen vorsieht, scheint realistisch.



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