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Umweltbewusstes Denken in China

Thema: Wasser | 12.01.2016 | Aufrufe: 144 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Das umweltbewusste Denken in China greift immer stärker um sich. Jetzt hat sich der amerikanische Mischkonzern General Electric einen 15,5 Milliarden US-Dollar-Auftrag Chinas gesichert. Mit diesem soll ein Mega-Wasserkraftwerk in China mit Stromerzeugungstechnologie ausgerüstet werden. Insgesamt sechs Turbinen soll General Electric liefern, um das Wasserkraftwerk Wudongde am Oberlauf des Jangtsekiang damit auszustatten. Bereits 2018 im August soll das Kraftwerk in Betrieb genommen werden, nur drei Jahre später soll es komplett für die Stromerzeugung zur Verfügung stehen. Die Leistung ist Medienberichten zufolge mit 10.000 Megawatt beziffert.

China setzt auf Wasserkraft

Mit Wudongde will China bereits das dritte Wasserkraftwerk in Betrieb nehmen, das eine Leistung von mehr als 10.000 Megawatt bringt. Die anderen Kraftwerke dieser Art sind

  • die Xiluodu-Talsperre, die sich ebenfalls am Oberlauf des Jangtsekiang befindet, eine Leistung von 13.860 Megawatt bietet und mit einer 278 Meter hohen Staumauer versehen ist und
  • der Drei-Schluchten-Damm, der eine installierte Generator-Leistung von 18.200 Megawatt aufweist. Bereits seit 2008 liefern hier 26 Turbinen Strom. Damit ist der Drei-Schluchten-Damm das größte Wasserkraftwerk der Welt.

China setzt seit Jahren schon auf Wasserkraft und zwar so stark wie kein anderes Land der Welt. Die heutigen Wasserkraftwerke des Landes weisen eine Leistung von 197.000 Megawatt auf. Mit dem neuen Großprojekt Wudongde, das sich im Süden Chinas zwischen den Provinzen Sichuan und Yunnan befindet, will man Jahr für Jahr die Verbrennung von 12,2 Millionen Tonnen Kohle einsparen.

Kritik an Chinas Wasserkraftwerken

Allerdings gibt es auch an Chinas Wasserkraftwerken massive Kritik. Vor allem die schweren Eingriffe in die Natur und die Umsiedlung Tausender Menschen prangern die Kritiker der Wasserkraftwerke an. In China haben sie aber kaum eine Chance, gehört zu werden und das, obwohl die Folgekosten viel höher ausfallen dürften als ursprünglich geplant.

Auch die Gefahren, die von den riesigen Wasserkraftwerken ausgehen, werden weitestgehend verschwiegen. Zu ihnen zählt neben der Wasserverschmutzung auch die verstärkte Gefahr von Erdrutschen. Kritiker erklären, dass die Energie- und Wirtschaftspolitik Chinas als Hauptgrund für die weltweite Renaissance von Staudämmen gilt. Auch falsch verstandener Klimaschutz sei ein Grund dafür. Dabei hatte die Weltbank die Finanzierung großer Staudammprojekte bereits zur Jahrtausendwende schon einmal gestoppt. Grund dafür: Entwicklungsexperten geben an, dass große Staudammprojekte eine Schuldenfalle, vor allem für Schwellenländer, darstellen. Dies gilt sogar dann, wenn die externen Kosten noch gar nicht eingerechnet wurden.



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