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Wärme aus Brennstoffzellen für Hauseigentümer

Thema: Stromspeicher, Brennstoffzellen | 09.01.2016 | Aufrufe: 185 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Die Strom- und Wärmeerzeugung mit Brennstoffzellen ist mittlerweile auch für Eigenheimbesitzer möglich. Allerdings sind die ersten Geräte, die auf dem Markt sind, noch recht teuer, so dass der Weg bis zur Brennstoffzellen-Heizung für Jedermann noch lang ist. Aber es gibt auch erste Erfolgsmeldungen. In Baden-Württemberg wurden bereits 155 Brennstoffzellen-Heizungen erfolgreich installiert.

Derzeit gibt es nur acht Hersteller, die entsprechende Geräte auf den Markt gebracht haben. Trotzdem sind sich viele einig, dass man kurz vor der absoluten Marktreife stehe. Norbert Barthle, Staatssekretär im Verkehrsministerium erklärte, man habe über drei Generationen Geräte entwickelt, die „kurz vor dem kommerziellen Markteintritt stehen“.

Was kann die Brennstoffzelle?

So kann eine Brennstoffzelle eine ungewöhnlich hohe Effizienz an den Tag legen. Die Brennstoffzelle BlueGen der Unternehmensgruppe Solidpower etwa kann pro Jahr 13.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Damit lässt sich ein Eigenheim ganzjährig mit Strom und Wärme versorgen, obwohl das Gerät nicht mehr Platz als eine herkömmliche Waschmaschine einnimmt. Die Geräte sollen laut Branchenangaben Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent erreichen. Ein Kohlekraftwerk dagegen schafft es nicht einmal, 50 Prozent der in der Kohle enthaltenen Energie zu nutzen.

Die Brennstoffzelle funktioniert dabei nach dem einfachen Prinzip der Elektrolyse, jedoch in umgekehrter Form:

  • Im Erdgas enthaltener Wasserstoff wird mit chemischer Reaktion in Wärme und Strom umgewandelt.
  • Wasserstoff reagiert mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff, so dass Elektrizität und Hitze entstehen.
  • Es handelt sich jedoch um eine kalte Verbrennung, so dass kaum Treibhausgase erzeugt werden.

Wie sinnvoll ist die Brennstoffzelle?

Vom Bund wurde der Feldversuch „Callux“ gefördert. Im Rahmen dieses Praxistests wurden Brennstoffzellen in Privathäusern eingebaut und getestet. Die Tester berichteten bei dem Test von einer deutlichen Weiterentwicklung der Technologie und waren beeindruckt von den Ergebnissen. Während sich der Umstieg auf die Brennstoffzellen-Heizung zugunsten der Natur allemal lohnt, ist bisher unklar, ob sich die Anschaffung auch aus wirtschaftlicher Sicht rechnet.

Aktuell werden nur wenige Geräte hergestellt, die Anschaffungskosten belaufen sich auf 20.000 Euro, wobei die staatlichen Förderungen bereits eingerechnet sind. Hinzu kommen die Kosten der Installation. Im Praxistest konnten Einsparungen von rund 1.000 Euro jährlich erzielt werden, allerdings hängt dies auch immer von den individuellen Gegebenheiten ab.

Mit sinkenden Kosten aufgrund steigender Gerätezahlen rechnen die Experten allerdings in naher Zukunft nicht. Für die Brennstoffzellen sprechen jedoch die geringen Zugangsvoraussetzungen, die lediglich aus einem Erdgasanschluss, einer Raumhöhe von zwei Metern und einem Anschluss für die Abführung der Abgase bestehen. Außerdem wird ein neuer Stromzähler eingebaut.



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