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Konzernaufspaltung bei RWE

Thema: Energiepolitik | 07.01.2016 | Aufrufe: 146 | Bewertung: (0 Bewertungen)

RWE hat den Weg freigemacht für eine Aufspaltung des Konzerns. Vorstandschef Peter Terium bekam vom gesamten Aufsichtsrat das Okay für sein geplantes Vorgehen, eine Tochtergesellschaft zu gründen. Diese soll die Bereiche Netze, Vertrieb und alternative Energien in sich bündeln. Langfristig ist auch ein Börsengang der neuen Unternehmenstochter geplant. Bis zu 49 Prozent der Anteile sollen an der Börse veräußert werden. Mit dem Börsengang erhofft sich Terium, dass neues Geld in die Kasse gespült wird, mit dem weitere Investitionen erfolgen können. Das klassische Kerngeschäft mit Kohle-, Atom- und Gaskraftwerken, aber auch der Energiehandel sollen indes beim Mutterkonzern verbleiben.

 Warum braucht RWE die Konzernaufspaltung?

Terium freute sich über die Unterstützung aus dem Aufsichtsrat. Er erklärte, man habe eine „Antwort auf die Energiewende“ gefunden. Die Gewinne von RWE sinken rasant, da die Strompreise im Großhandel immer weiter fallen und der Boom der Öko-Energien weiter anhält.

Zuletzt machten auch Investoren aufgrund der unsicheren Aussichten des Konzerns einen Bogen um diesen. Außerdem erhofft man sich bei RWE, die Investitionskraft für die Energiewelt von morgen damit einfahren zu können. Selbst die kommunalen Aktionäre, die oft als kritisch gelten, aber sehr einflussreich sind, stimmten der Konzernaufspaltung zu. Zu ihnen zählen vor allem Städte und Kreise aus NRW, die gut ein Viertel der Anteile halten und vier der 20 Aufsichtsräte stellen. Sie mussten in der Vergangenheit bereits mit deutlich verringerten Dividenden auskommen und hoffen nun, dass durch die Konzernaufspaltung wieder positivere Zeiten ins Haus stehen.

RWE: Konzernaufspaltung fordert Altaktionären viel ab

Die Konzernaufspaltung wird den Altaktionären aber auch vieles abverlangen. So sollen bis zu 49 Prozent der Anteile an der Börse verkauft werden, was bedeutet, dass die Anteile der bisherigen RWE-Aktionäre merklich schrumpfen werden. Auch kommt es nur zu einer indirekten Beteiligung der Altaktionäre am Börsengang. Trotzdem sehen Kommunalverbände, Aufsichtsrat und Terium selbst den harten Schnitt als nötig an.

Dies sehen sogar die Gewerkschaften ähnlich. Frank Bsirske, Verdi-Chef und Vize-Aufsichtsratschef bei RWE erklärte, dass der aktuelle Schritt „notwendig und richtig sei angesichts der radikalen Veränderungen in der Energielandschaft“. So könnten alle Beschäftigten langfristig eine Perspektive erhalten. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hofft darauf, dass durch die Konzernaufspaltung keine Stellen verloren gehen. RWE selbst gibt an, zwei Drittel der bisher 60.000 Beschäftigten sollen in die neue Tochter übergehen, so dass diese größer als der Mutterkonzern werden dürfte. Das ist auch wenig verwunderlich, stammen doch 70 Prozent der im letzten Jahr erwirtschafteten Gewinne aus den darin geplanten Geschäften.



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