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Weltklimaabkommen Paris - Diese Firmen haben profitiert

Thema: Energiepolitik | 01.01.2016 | Aufrufe: 106 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Das Weltklimaabkommen in Paris stand noch unter dem Zeichen der Anschläge auf die französische Hauptstadt. Dennoch haben sich die Verantwortlich bewusst in Paris getroffen und sich geeinigt. Nach dieser Einigung gab es rege Bewegungen an den Börsen, von denen vor allem die Anbieter erneuerbarer Energien deutlich profitieren konnten. Insbesondere der Windkraftanlagenbauer Nordex und der Wechselrichterhersteller SMA Solar konnten am Montag nach Verabschiedung des Weltklimaabkommens deutlich zulegen. Für Nordex, den absoluten Gewinner des Tages, ging es mit den Kursen um 1,73 Prozent rauf, für SMA Solar immerhin noch um 1,06 Prozent.

Viele der Händler haben das Weltklimaabkommen vom Wochenende des 12./13. Dezembers 2015 als Unterstützung für die gesamte Branche erneuerbarer Energien angesehen. Die wichtigsten Entscheidungen, die beim Weltklimaabkommen getroffen wurden, haben wir kurz zusammengestellt:

  • Klimaschuttziele sollen durch verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien erreicht werden
  • Ausstieg aus fossilen Energieträgern (z. B. Kohle, Gas und Öl) wurde beschlossen
  • Deutliche Einschränkung der CO2-Emissionen

Wie Experten nach dem Klimagipfel in Paris erklärten, gehe man davon aus, dass die CO2-Emissionen jetzt zügig eingeschränkt werden. Auch der Ausbau der erneuerbaren Energien, allen voran der Solar- und Windkraftanlagen müsse nun zeitnah forciert werden.

Weltklimaabkommen wirbelt Aktienmarkt durcheinander

Von anderen Händlern kamen jedoch auch andere Worte. So gab ein Händler zu bedenken, dass die positiven Reaktionen auf die Beschlüsse des Klimagipfels übertrieben seien. Es seien nur wenige verbindliche Regelungen getroffen worden, wie auch schon BUND und Nabu bemängelten. So gäbe es keine klaren Aussagen zum Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas bis Mitte des Jahrhunderts. Auch sollen die aktuellen Klimaschutzpläne erst 2019 überprüft werden, wobei schon ein Jahr später ein neues Abkommen in Kraft treten soll.

Dennoch zeigte das Weltklimaabkommen von Paris, dass der Trend hin zu alternativen Energien gehe. Im Kursverlauf der Aktien hatte sich der Trend schon länger gezeigt. SMA Solar konnte seit Jahresbeginn 2015 sogar als zweitbester TecDAX-Wert um satte 190 Prozent nach oben klettern. Allerdings geben die Experten zu bedenken, dass der Aufschwung zuletzt an Dynamik verloren hatte. Die Nordex-Papiere konnten seit Januar 2015 immerhin um 110 Prozent zulegen.

Die Analysten von Morgan & Stanley gaben zu bedenken, dass auf die Öl- und Gasindustrie neue Herausforderungen zukommen werden. Zwar könnte man zunächst von sich zyklisch erholenden Gewinnen ausgehen, langfristig gäbe es in der Energiebranche aber noch große Unsicherheiten. Insbesondere die Prognosen für die Ölindustrie dürften sich demnach deutlich verschlechtern.



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