Zum Inhalt springen

Sind die niedrigen Ölpreise am Ende fatal für den Verbraucher?

Thema: Energiepolitik | 20.11.2015 | Aufrufe: 301 | Bewertung: (2 Bewertungen)

IEA: International Energy Agency
Der Ansicht ist zumindest die Internationale Energieagentur (IEA), die jetzt vor dauerhaft niedrigen Ölpreisen eindeutig gewarnt hat. Der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht bringt dazu folgendes Statement: „Niedrigere Preise sind nicht nur gute Nachrichten für Verbraucher.“

Wie sehen die Hintergründe aus?

Die Internationale Energieagentur (IEA) belässt es in ihrem Jahresbericht natürlich nicht bei einem solchen Statement, sondern differenziert ganz klar einige Fakten. So ist die Energieagentur der Ansicht, dass die, für den Verbraucher eigentlich erfreulichen Preise auf lange Sicht Folgen haben können. Dazu gehören:
  • Ein erhöhtes Risiko, dass Investitionen in die Ölförderung zurückgehen.
  • Ein längerfristig geringeres Ölangebot.
  • Dann doch deutlich steigende Preise.
  • Die Abhängigkeit von Ölproduzenten aus Nahost würde wachsen, weil dort die Förderung günstiger ist.
  • Eine Abhängigkeit von den Opec - Ländern könnte sich dramatisch entwickeln und ähnlich aussehen wie zuletzt in den 1970er Jahren.
  • Vielleicht drohen schlussendlich sogar Ölkrisen.
Schlussendlich würde auch die Energiesicherheit gefährdet werden, das sieht zumindest die IEA so. Was nicht gleich unmittelbare Folgen für uns habe, würde in jedem Fall asiatische Länder schwer treffen, weil eben dorthin große Mengen an Öl aus den Nah-Ost-Ländern geliefert werden.

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Herr Fatih Birol trifft dazu die eindeutige Aussage: „Jetzt ist nicht die Zeit, um sich auszuruhen, ganz im Gegenteil: Eine Zeit niedriger Ölpreise ist der Moment, unsere Anstrengungen zu verstärken und um sich den Gefahren für die Energiesicherheit zu widmen.“

Ist wirklich die Energiesicherheit in Gefahr?

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Ölpreise demnächst tatsächlich entwickeln. Die IEA glaubt zumindest mittelfristig an eine sicherheitsfreundliche Erholung der Preise. Es wird erwartet, dass:
  • im Jahr 2020 der Preis pro Barrel wieder auf 80 Dollar gestiegen ist
  • aktuell liegt dieser Preis bei 45 Dollar
Die Weltmarktpreise für Rohöl sind im letzten Jahr um sagenhafte 40% gefallen. Die Zukunftsaussichten für weiter fallende Rohölpreise sind jedoch finster, so die IEA. Auch der Anreiz, auf alternative Energien umzusteigen, kann nachvollziehbarerweise dadurch vermindert werden, was wiederum die saubere Umwelt hinauszögern würde.

Was ist die Lösung?

Hier heißt die eindeutige Antwort: Gezielte Maßnahmen und klare Regelungen auf Staatsseite könnten Abhilfe schaffen. Birol schaut zuversichtlich auf den Klimagipfel in Paris.

Weitere Details unter
http://www.iea.org/

Diesen Artikel empfehlen:






Ähnliches im Wissensbereich:

Ähnliche Energiepolitik Artikel:

- Wie geht es weiter in Sachen Antriebe und Brennstoffe?
- Sicherer Einsatz von Wasserstoff

Ähnliche Fachberichte:

- 7 Tipps zum Bauen von energiesparenden Häusern
- Was sind Hackschnitzel?



nutzlos nutzlos
brauchbar brauchbar
nützlich nützlich
interessant interessant
sehr interessant sehr interessant


Hier versenden Sie den Artikel Sind die niedrigen Ölpreise am Ende fatal für den Verbraucher?:

Name Absender

E-Mail Absender

Name Empfänger

E-Mail Empfänger

ANTI-SPAM Frage:
Welche Farbe hat ein türkisfarbener Himmel?


Knorr-Bremse PowerTech präsentiert sich auf der E-world energy & water im Zeichen von Smart Energy
11.01.2017 | 421 Aufrufe

VDMA: Kabinettsbeschluss zum EEG zeigt den richtigen Weg
08.06.2016 | 430 Aufrufe

VIK-Jarhrestagung 2016
13.05.2016 | 531 Aufrufe

VDMA: Emission im Energiesektor - Effizienz und Erneuerbare stoppen Kohlendioxidanstieg
17.03.2016 | 465 Aufrufe

Energy Watch Group fordert realistische Szenarien von der IEA
11.11.2015 | 740 Aufrufe