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Elektro-Sportwagen vom Fraunhofer IFAM-Institut

Thema: Elektrofahrzeuge | 07.07.2015 | Aufrufe: 381 | Bewertung: (4 Bewertungen)

Elektrofahrzeuge gibt es einige - aber dieses hier ist neu. Der Elektro-Sportwagen, der vom Fraunhofer IFAM-Institut entwickelt wurde, hat eine Batterie, die sich während der Fahrt wieder auflädt. Das Ganze nennt sich Induktives Laden, ist im Grunde nichts Neues, jetzt aber vielleicht die Zukunft des Elektromobilmarktes.

Die Entwickler

Die Forscher und Entwickler sind aus dem Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen. Zusammen mit Partnern, die maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Fahrzeugs haben, haben die Forscher kurzerhand die Verbrennungstechnik aus dem Artega ausgebaut und durch innovative Technik ersetzt. Die eingebaute Batterie lädt sich induktiv während des Fahrens auf.

Die Technik

Eingebaut in den Artega sind zwei radnahe E-Maschinen, die eine Gesamtleistung von 312 KW haben, was 424 PS entspricht. Am Unterboden des Autos befindet sich die Sekundärspule, über die dann die Batterie, die eine Kapazität von 38 KWh hat, geladen wird. Die Primärspule, die aufgrund des fließenden Stromes ein Magnetfeld erzeugt, das dann wiederum für das Induzieren der Spannung in die Sekundärspule sorgt, Sitz in der Straße. Das Ganze entspricht dem kabellosen Laden, ähnlich wie der Nutzer es von der elektrischen Zahnbürste her kennt. Die Tatsache, dass die Primärspulen (oder mehrere) in der Straße sind, bedingt, dass die Batterie dann eben beim Fahren aufgeladen wird.

Die technischen Daten

Die Teststrecke der Forscher ist 25m lang; der Wagen fuhr mit maximal 30 km/h auf der Teststrecke. Die Ladeleistung betrug 30kW. Zum besseren Verständnis: bei 130km/h dürfte nur ein Stromverbrauch von 10 bis 15 kW notwendig sein, damit sich die Batterie weiter füllt.

Die Vision

Die Entwickler sehen die Zukunft dieser Technik auch im Schwerlastverkehr. Professor Matthias Busse, Entwickler und Forscher, sagt dazu: "Ein 40-Tonner könnte so die Kasseler Berge hochfahren und auf der Bergabfahrt über die Bremsenergierückgewinnung Strom in die Straße zurückspeisen." Weiterhin freut sich Busse, denn Induktionsspulen in der Straße sind kaum anfällig für Vandalismus und Diebstahl. Wie die Zukunft genau aussieht, sollen weitere Forschungen zeigen. Fragen, die sich noch ergeben, sind zum Beispiel:
  • Was kostet das Ganze?
  • Wie viele Spulen in den Straßen sind nötig und wo werden diese am besten eingebaut?
  • Wie kann eine Standardisierung der Technik erreicht werden?
Der erste Schritt in diese innovative Richtung ist vollzogen, wie es weitergeht, wird sich zeigen.

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