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MobiliTec: Infrastrukturlösungen für Elektromobilität, 13.-17.04.15

Thema: Elektrofahrzeuge | 31.03.2015 | Aufrufe: 351 | Bewertung: (1 Bewertungen)

Elektromobilität braucht eine flächendeckende elektrische Infrastruktur: Der Strom muss schnell und zuverlässig in die Batterie ihres E-Autos gelangen. Ebenso muss das Stromtankstellennetz so engmaschig sein, dass man nicht Gefahr läuft, plötzlich liegenzubleiben, weil die Batterie leer ist. Wenngleich es noch großen Nachholbedarf gibt, ist der Aufbau eines flächendeckenden Stromladesystems mittlerweile in die Gänge gekommen.

So sind nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland mittlerweile rund 4 800 öffentlich zugängliche Ladepunkte mit Wechselstrom und 1 000 Schnellladestationen installiert worden.

Dabei sind die technischen Herausforderungen für eine problemlose Verbindung zwischen den Elektroautos und den unterschiedlichen Lade- und Steckersystemen komplex. Darüber hinaus erfordert der ganze Bereich rund um die Abrechnung des getankten Stroms integrale Lösungsansätze. Überdies bedarf es dafür kluger Kommunikationstechnologien, die den Fahrern von Elektroautos ausreichend Informationen bereitstellen, wo welche Ladestationen zu welchen Konditionen zur Verfügung stehen.

„Zu all diesen Themenbereichen geben die auf der Leitmesse MobiliTec ausstellenden Unternehmen technische Antworten und zeigen innovative Lösungen“, sagt Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter HANNOVER MESSE bei der Deutschen Messe AG.

So stellen beispielsweise die Unternehmen Mennekes Elektrotechnik und Phoenix Contact ausgereifte Steckersysteme vor, mit denen ein problemloses Laden möglich ist. Dabei präsentiert Phoenix Contact das Combined Charging System (CCS), ein kombiniertes AC/DC-Stecksystem, das das Laden sowohl von Gleich- als auch von Wechselstrom zugleich ermöglicht. Durch das universelle Steckgesicht des Fahrzeug-Inlets ist nur eine einzige Ladebuchse für das Laden mit AC und DC notwendig. Beide Fahrzeug-Ladestecker können in das CCS-Fahrzeug-Inlet gesteckt werden.

Auch die junge Schweizer Firma EVTEC zeigt auf dem Gemeinschaftsstand von CHadeMO ihr Ladestation-Portfolio. „Wir sind mit unseren Produkten bereit für die Elektroautos der nächsten Generation“, sagt EVTEC-Geschäftsführer Markus Kramis. „So leistet unser neuestes Modell espresso & charge bis 120 kW Gleichstrom und 60 kW Wechselstrom, kann von vier Kunden gleichzeitig benutzt werden und unterstützt die Schnellladestandards aller europäischen, asiatischen und amerikanischen Autos. „Der Lader bietet sich daher optimal für stark frequentierte Standorte wie an Autobahnen oder im Flottenbetrieb von Unternehmen an“, unterstreicht Kramis. „Um die Elektromobilität noch alltagstauglicher zu machen, müssen Ladeprozesse und Abrechnungssysteme noch weiter vereinheitlicht werden“, meint der Schweizer.

Auch das baden-württembergische Elektrounternehmen Heldele engagiert sich in der Elektromobilität. Es fertigt drei Typen von Ladestationen, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden, ob nun privat, öffentlich oder privatwirtschaftlich, abgestimmt sind. „Wir verkaufen nicht nur Ladesäulen, sondern übernehmen auch die Installation und anschließende Wartung der Stromtankstellen“, hebt Marketing-Leiter Jürgen Schellies das Full-Service-Angebot hervor.

Elektromobilität gilt als wichtiger Baustein der Energiewende und des nachhaltigen Klimaschutzes. Um die Elektrifizierung weiter anzukurbeln, ist das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) in Kraft getreten, das den Kommunen die Möglichkeit gibt, elektrisch betriebene Fahrzeuge – also reine Batterieelektrofahrzeuge, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge –insbesondere beim Parken und bei der Nutzung von Busspuren zu bevorzugen. Diese Bevorrechtigungen gelten lediglich für elektrisch betriebene Fahrzeuge sowie extern aufladbare Hybridfahrzeuge, die den Vorgaben von einer Mindestreichweite von 40 Kilometern bei rein elektrischer Nutzung entsprechen oder im Betrieb eine maximale Kohlendioxidemission von maximal 50 Gramm je gefahrenen Kilometer aufweisen.

Ob EmoG den erhofften Effekt bringt, sei dahingestellt. Sicher ist nur, dass die Elektromobilität ein gänzlich neues Denken von Fortbewegung erfordert. Das gilt auch für die Infrastruktur, bei der, wie in Berlin schon praktiziert, unter anderem Straßenlaternen als Stromtankstelle flächendeckend genutzt werden. Realisiert wurde diese Ladefunktion an der Straßenlaterne vom Startup-Unternehmen Ebee Smart Technologies GmbH, das auch auf der MobiliTec anzutreffen ist. „Das Aufrüsten von Straßenlaternen ist Platz sparend und kostengünstig. Laterne und Ladepunkt teilen sich eine elektrische Zuleitung, für die Installation des Ladepunktes muss also nicht extra ein Stromanschluss gelegt werden. Außerdem nimmt der Ladepunkt kaum zusätzlichen Raum auf dem Gehweg ein“, erklärt Robert Weyrauch, CTO der Ebee Smart Technologies GmbH, die Vorteile einer Laternen-Tankstelle.

Ideelle Träger der MobiliTec sind der VDMA und die Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA). „Fortschritt braucht Gestaltungswillen und neue Technologien, das gilt auch für die Mobilität von morgen. Dabei stehen Leistungsbausteine aus der Antriebstechnik, Batterietechnologien sowie E-Motoren und die Leistungselektronik im Fokus. Die MobiliTec bietet hierfür die richtige Bühne, hier kommen Industrie, Wissenschaft sowie Entscheidungsträger aus Politik und Verbänden zusammen“, erklärt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Unterstützt wird die MobiliTec auch vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW), vom Bundesverband Solare Mobilität e. V. (BSM) sowie vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI).

Hier finden Sie Weitere Infos zur Messe

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