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Schmierstoffadditive von Evonik senken im Auto bereits heute den Kraftstoffverbrauch um drei bis vier Prozent

Thema: Elektrofahrzeuge | 26.03.2015 | Aufrufe: 450 | Bewertung: (1 Bewertungen)

Evonik Industries bringt im Herbst 2015 eine neue Generation von Schmierstoffadditiven auf den Markt. Diese halten die Zähigkeit (Viskosität) des Schmierstoffs in einem breiten Temperaturbereich möglichst konstant und bieten zusätzlichen Verschleißschutz. Damit senkt die neueste Generation Schmierstoffadditive von Evonik nicht nur den Kraftstoffverbrauch von Autos um drei bis vier Prozent, sondern verlängert zugleich die Lebensdauer der Motoren und Getriebe. Die Experten eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie haben damit das Leistungsspektrum ihrer Schmierstofflösungen für die Automobilindustrie weiter ausgeweitet.

Claus Rettig, Leiter des Segments Resource Efficiency von Evonik, sagte: "Wir bieten unseren Kunden Lösungen für den effizienten Umgang mit Ressourcen. Mit unserem neuesten Hochleistungsadditiv bauen wir unsere Technologieführerschaft bei den Schmierstoffadditiven weiter aus. Zugleich stärken wir unsere Position als Anbieter umweltfreundlicher und energieeffizienter Systemlösungen für die Automobilindustrie und bedienen so den für Evonik wichtigen Megatrend Ressourceneffizienz."

Weltweit wächst der Markt für Schmierstoffadditive überdurchschnittlich. Die Gründe dafür sieht Rettig in strenger werdenden gesetzlichen Anforderungen zur Kraftstoffeinsparung und zur Vermeidung von Emissionen, in steigender Mobilität sowie einem wachsenden Bedarf an Hochleistungsschmierstoffen mit einem erhöhten Additivanteil in Asien. Evonik reagiert darauf mit einem deutlichen Ausbau der Produktionskapazitäten in Singapur.

Die neuen Hochleistungs-Schmierstoffadditive steuern gezielt die Viskosität von Schmierstoffen, zeichnen sich darüber hinaus aber auch durch zusätzliche oberflächenaktive Eigenschaften aus; zum einen legt sich das Additiv als Schmierstofffilm auf die Metalloberfläche und schützt diese so vor reibungsbedingtem Verschleiß; zum anderen werden Oxidationsprodukte des Öls in der Schwebe gehalten. Damit wird verhindert, dass sie zusätzlichen Verschleiß durch Ablagerung auf Metalloberflächen verursachen. Zusammen wirken diese Effekte lebensdauerverlängernd, wie Evonik in Tests auf dem eigenen Prüfstand nachgewiesen hat.

Stephan Fengler, Leiter Innovation Management im Geschäftsgebiet Öl-Additive bei Evonik: "Mit unserer Entwicklung bieten wir den Schmierstoffherstellern ein hochinnovatives leistungsfähiges Produkt, das den Viskositätsindex der Schmierstoffe deutlich verbessert und mit dem eingebauten Verschleißschutz einen zusätzlichen Mehrwert liefert."

Die neue Additivgeneration ist eine Weiterentwicklung der sogenannten Kammpolymere. Diese sind seit 2010 auf dem Markt und setzen sich in Hochleistungsschmier¬stoffen immer mehr durch. Weil sie den Kraftstoffverbrauch reduzieren und dadurch dazu beitragen, den Kohlendioxidausstoß zu senken, gehören sie immer häufiger zur Erstbefüllung in Neuwagen ("First-fill-Öle").

Kammpolymere sind langkettige Moleküle auf Basis von Alkylmethacrylaten mit besonders langen unpolaren Seitenketten. Diese Spezialpolymere zeigen überragende Eigenschaften als temperatursensitive Verdicker von Schmierstoffen. Sie nehmen in Schmierstoffen die Form eines Knäuels ein und beeinflussen damit die Zähigkeit von Schmierstoffen gezielt: Bei höheren Temperaturen dehnen sich die Polymerknäuel stark aus und verdicken so den Schmierstoff in höherem Maße als herkömmliche Additive. Bei sehr tiefen Temperaturen fallen sie zusammen und wirken dann kaum noch viskositätssteigernd.

Dieses temperaturabhängige Knäuelverhalten der Kammpolymere ist wesentlich ausgeprägter als das herkömmlicher Polymere. Damit wirken sie noch ausgleichender auf das Temperatur-Viskositäts-Verhalten des Schmierstoffs und kommen dem idealen Schmierstoff mit immer gleicher Viskosität ein gutes Stück näher.

Schmierstoffe dienen in Fahrzeugen etwa im Motor, im Getriebe oder in der Achse dazu, die Reibung zwischen sich bewegenden Metallteilen zu verringern. Sie müssen dazu eine bestimmte Viskosität besitzen. Sind sie zu flüssig, bieten sie zu wenig Reibungsschutz; sind sie zu zäh, erhöhen sie den Energieaufwand für die Bewegung und damit den Kraftstoffverbrauch. Die Zähigkeit der Schmierstoffe ist temperaturabhängig. Ähnlich wie Honig, der kalt sehr hart sein kann, und beim Erwärmen flüssig wird, verhalten sich Schmierstoffe im Automobil.

Evonik ist einer der weltweit führenden Anbieter von Schmierstoffadditiven für die Automobilindustrie sowie Hydraulik- und Industrieanwendungen. Um Schmierstoffherstellern die Orientierung bei der Suche nach geeigneten Hochleistungs-Schmierstoffadditiven für langlebige, kraftstoffsparende Antriebsaggregate zu bieten, vermarktet Evonik das ganze Paket aus Schmierstoffadditiven inklusive Formulierungshilfen und Serviceleistungen für die Automobilindustrie unter der Dachmarke DRIVONTM Technology. Ein erster Vertreter der neuen Kammpolymergeneration soll im Herbst 2015 unter dem Namen VISCOPLEX® 12-209 auf den Markt kommen.

Weitere Details unter: http://corporate.evonik.com/de/presse/pressemitteilungen/pages/news-details.aspx?newsid=50809


Edda Schulze, Konzernpresse
Telefon +49 201 177-2225
Telefax +49 201 177-3030


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