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Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. informiert über die Marktraumumstellung Gas

Thema: Erdgas, Flüssiggas | 27.08.2014 | Aufrufe: 1814 | Bewertung: (3 Bewertungen)

Der zu verzeichnende Rückgang der deutschen Erdgasproduktion sowie die Reduzierung der Erdgasimporte aus den Niederlanden, bedingt durch seismische Aktivitäten in der Region des größten niederländischen Erdgasfeldes bei Groningen, veranlassen die deutsche Gaswirtschaft für ausgehende L-Gas-Mengen einen Ersatz zu finden. Als eine bereits mehrmals geprüfte Lösung ist die Marktraumumstellung zu erwähnen.

Der Gasbedarf in Deutschland wird durch eine eigene Gasförderung sowie Gasimporte überwiegend aus Russland, Norwegen und den Niederlanden abgedeckt. Das inländisch geförderte Erdgas sowie das niederländische Erdgas werden als Gase der Gruppe L (engl.: low calorific) eingestuft. Die aus Russland und Norwegen importierten Erdgase haben im Gegenteil einen etwas höheren Wobbe-Index und werden der Gruppe H (engl.: high calorific) zugeordnet.

Der zu verzeichnende Rückgang der deutschen Erdgasproduktion sowie die Reduzierung der Erdgasimporte aus den Niederlanden, bedingt durch seismische Aktivitäten in der Region des größten niederländischen Erdgasfeldes bei Groningen, veranlassen die deutsche Gaswirtschaft für ausgehende L-Gas-Mengen einen Ersatz zu finden. Als eine bereits mehrmals geprüfte Lösung ist die Marktraumumstellung zu erwähnen. Die Marktraumumstellung führt zu einer Umstellung der Gasversorgung auf Gase der Gruppe H. Dabei werden an den Gasnetzen entsprechende Ausbaumaßnahmen vorgenommen, die eine sichere und wirtschaftliche Gasversorgung ermöglichen. Da sich die Gasversorgung innerhalb der zweiten Gasfamilie ändert, müssen die im umzustellenden Netzgebiet befindlichen Gasgeräte angepasst werden. Allein die Anzahl der im häuslichen Bereich betroffenen Gasgeräte wird mit über fünf Millionen Stück geschätzt. Dazu kommen auch Gewerbe-und Industriebetriebe, deren Gasversorgung im Zuge der Marktraumumstellung auf Erdgas der Gruppe H umgestellt werden muss.

Das Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. arbeitet intensiv am Thema Marktraumumstellung mit und ist in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW), allen betroffenen Fernleitungsnetzbetreibern und Verteilernetzbetreibern sowie Geräteherstellern und Anpassungsunternehmen. Das GWI koordinierte und begleitete bereits frühere Anpassungsaktionen. Des Weiteren führte das GWI Stichprobenprüfungen der Anpassungen durch.

Aus diesen Erfahrungen heraus und durch die Mitarbeit bei der Vorbereitung der zukünftigen Anpassungsmaßnahmen lud das GWI am 27. Juni nach Essen alle Interessenten zu einem runden Tisch „Marktraumumstellung - L/H-Gasanpassung“ ein.

Das breite Themenspektrum umfasste die verbrennungstechnischen Besonderheiten der Gasgeräteanpassung, den aktuellen Stand der Planung von Netzausbaumaßnahmen laut dem Netzentwicklungsplan Gas sowie die Vorstellung vom Ablauf einer Anpassungsaktion im Netzgebiet und Qualifikationskriterien für Anpassungsunternehmen. Der Bericht über die Umstellungsaktion bei den Stadtwerken Hameln behandelte die bereits in den Jahren 2006 - 2007 gesammelten Erfahrungen mit der Netzumstellung und der Anpassung von ca. 22.000 Gasgeräten. Der Fernleitungsnetzbetreiber Nowega GmbH stellte das technisch-wirtschaftliche Konzept zur Konvertierung von H-Gas zu L-Gas in Spitzenlastsituationen vor. Die Beitragsreihe wurde mit den Vorträgen des DVGW zur Einbindung der Akteure in die Marktraumumstellung und der Bundesnetzagentur zur Finanzierung der Marktraumumstellung abgerundet.

Die Veranstaltung „Marktraumumstellung - L/H-Gasanpassung“ wurde von allen Beteiligten und darüber hinaus in der Nachwirkung sehr positiv wahrgenommen. In einem Kreis aus über vierzig Experten versammelten sich Netzbetreiber, Anpassungsunternehmen und Gasgerätehersteller sowie Vertreter vom DVGW, vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima, von der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen etc.

Das GWI wird auch weiterhin über den aktuellen Stand der Marktraumumstellung informieren und den Austausch der bereits gesammelten Erfahrungen sicherzustellen.

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