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Serienfertigung von Brennstoffzellen in Deutschland läuft an

Thema: Stromspeicher, Brennstoffzellen | 14.02.2014 | Aufrufe: 3351 | Bewertung: (3 Bewertungen)

Berlin, 13. Februar 2014 - "Während Brennstoffzellenheizgeräte in Japan bereits zehntausendfach eingesetzt werden, Brennstoffzellenkraftwerke in den USA und Korea mit mehreren Hundert Megawatt installierter Leistung betrieben werden und Brennstoffzellenfahrzeuge in Asien in diesem Jahr in Kleinserie auf die Straße kommen, muss der im Koalitionsvertrag angekündigte „Markthochlauf“ in Deutschland, also der Verkauf größerer Stückzahlen, noch realisiert werden", erklärte der neu gewählte Vorsitzende der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen, Dr. Manfred Stefener, Geschäftsführer Elcore GmbH, anlässlich des Jubiläums der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen. Die VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen feierte das zehnjährige Bestehen auf der Mitgliederversammlung am 6. Februar 2014 beim Fraunhofer Institut für Keramische Technologien in Dresden mit über 50 Herstellern von Systemen und Komponenten für Brennstoffzellen.

Kleinserienfertigung läuft in Deutschland an

„Nach zehn Jahren erfolgreicher Vernetzung der Industrie im VDMA starten Mitglieder die Kleinserienfertigung von Brennstoffzellen“, betonte Stefener. Brennstoffzellen werden zur Energieversorgung von Häusern und Industrie, zur netzunabhängigen Stromversorgung, zur Bordstromversorgung oder zum Antrieb von Autos, Bussen, Schiffen und U-Booten eingesetzt. Die Brennstoffzellenindustrie setzte im Jahr 2013 in Deutschland mit etwa 1.500 Beschäftigten gut 100 Millionen Euro mit Heizgeräten und Stromversorgungsanlagen um. Als Folge der anlaufenden Serienproduktion erwarten die Unternehmen nach einer Industriebefragung der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen für 2020 bis zu zwei Milliarden Euro Umsatz und 6.000 Arbeitsplätze.

Hemmnisse bei der Technologieeinführung beseitigen

„Kontinuität bei Forschung und Feldtests muss durch die Weiterführung des Nationalen Innovationsprogramms für Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologien der Bundesregierung gewährleistet werden“, betonte Stefener. Hemmnisse bei der breiten Technologieeinführung müssten abgebaut werden. „Eine Belastung von eigenerzeugtem Strom mit der Kostenumlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes lehnen wir als nicht verursachungsgerecht ab“, sagte Stefener. „Wenn unter dem Aspekt der Solidarisierung eine Einbeziehung der Eigenerzeuger gefordert wird, geht der derzeitige Vorschlag bei Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) weit über das Ziel hinaus.“

Neben der Verunsicherung potenzieller Investoren würde dies zu einer massiven Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit der hocheffizienten Anlagen für die Kunden führen und im klaren Widerspruch zum Koalitionsvertrag stehen. Die vorgeschlagene Bagatellgrenze wäre zu gering und zu bürokratisch, da selbst sehr kleine Micro-KWK-Anlagen mit Brennstoffzellen mit 1,5 kW, 5 kW oder 10 kW elektrischer Leistung betroffen wären, die das System stützen und das Netz entlasten.

Vorstand neu gewählt

Dr. Manfred Stefener, Geschäftsführer der Elcore GmbH, wurde auf der Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Achim Edelmann, Bereichsleiter neue Technologien der Gräbener Maschinentechnik GmbH & Co. KG, wurde als Stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender der SFC Energy AG, Andreas Frömmel, VP Business Development bei der FuelCell Energy Solutions GmbH, und Dr. Volker Banhardt, Leiter Vertrieb von Freudenberg FCCT SE & Co. KG wurden neu in den Vorstand gewählt.

VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen

Der VDMA unterstützt 66 führende Hersteller und Zulieferer von Brennstoffzellen beim Ausbau des Industrienetzwerks zur Optimierung der Systeme und Komponenten sowie bei der politischen Interessenvertretung. Der VDMA koordiniert die Brennstoffzellen-Industrie zum Ausbau von Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland.

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