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DLR testet neuen Solar-Receiver

Thema: Solarwärme | 23.10.2013 | Aufrufe: 2244 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Bei der Nutzung der Solarenergie bieten solarthermische Kraftwerke, bei denen die Sonnenstrahlung in Wärme umgesetzt wird, vielfältige Möglichkeiten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist auf diesem Gebiet sehr aktiv und testet nun auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich eine ganz neue Technologie.

Hierbei geht es vor allem um neuartig gestaltete Receiver, die Elemente also, in denen die Umsetzung der Sonnenergie in Wärme vonstatten geht. Das Sonnenlicht wird in der Jülicher Anlage von mehr als 2.000 Solar-Spiegeln im Kraftwerk reflektiert und auch den Receiver, der sich auf einer Forschungsplattform auf einem Turm befindet, gebündelt. Bei ihren derzeitigen Testes verwenden die Forscher des DLR einen porösen Steinquader als Strahlungsempfänger.

Die so entstandene Wärmeenergie – es werden immerhin Temperaturen von 700°C erreicht - wird an die aus der Umgebung angesaugte Luft abgegeben. Die erhitzte Luft strömt durch den Receiver hindurch und führt die Energie einem Kraftwerksprozess zu. Der Solarreceiver kann durch die Nutzung der immer verfügbaren Umgebungsluft besonders robust arbeiten und ist ideal für den Einsatz in trockenen, sonnenreichen Regionen.

„Mit der Testanlage geht es nun darum, dieses Prinzip weiterzuentwickeln", sagt Peter Schwarzbözl, der das Projekt beim DLR-Institut für Solarforschung leitet. „Auf der Forschungsebene können wir den Testreceiver leicht umbauen und mit einer umfassenden Messtechnik präzise überwachen. Das sind ideale Voraussetzungen um den Wirkungsgrad der Technologie zu steigern."

In den kommenden zwei Jahren wollen die Wissenschaftler feinere Poren in der Wabenstruktur des Receivers und auch einige ganz neue Materialien testen. Hierbei sollen dann auch spezielle Metall-Legierungen zum Einsatz kommen, die noch feinere poröse Strukturen ermöglichen. Auch Keramikmaterialien mit schwammartigen Strukturen sollen auf den Prüfstand kommen.

„Hohe Betriebstemperaturen sind ein wesentlicher Vorteil der Turmtechnologie, wodurch die Solarenergie generell sehr effizient in Strom umgewandelt werden kann. Wenn es gelingt, den Wirkungsgrad der Receiver weiter zu steigern, kommen die Vorteile des Systems noch besser zum Tragen", erklärt Schwarzbözl.

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