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Unterschätztes Sparpotenzial im Keller

Thema: Solarwärme | 16.10.2013 | Aufrufe: 3440 | Anzeige

Durch den Einsatz von Solarwärme sinken die Nebenkosten stärker als viele Hausbesitzer vermuten. Der Modernisierer eines Mehrfamilienhauses spart jetzt auf diese Weise rund 60 Prozent seiner Heizkosten. Wer seiner veralteten Heizung den Laufpass gibt und ein modernes Solarheizsystem installiert, sorgt für Effizienz.

Markus Brink, Eigentümer eines Mehrfamilienhauses bei Osnabrück, ist hoch zufrieden. Er musste – wie die meisten Immobilienbesitzer – in den vergangenen Jahren immer tiefer in die Tasche greifen, um die Gasrechnung zu bezahlen. Von Beträgen von bis zu 6.000 Euro im Jahr und ständig steigenden Energiepreisen hatte der Vermieter schließlich genug.

Vier ineffiziente Gaskessel aus dem Jahr 1980 wanderten auf den Schrott – und machten Platz für ein Solarheizsystem, das von sechs Solarkollektoren auf dem Dach des Hauses unterstützt wird. Mit Erfolg: Das neu installierte System „SolvisMax“ senkte den Gasverbrauch von 9.000 auf 3.656 Kubikmeter. Allein im ersten Betriebsjahr von Mai 2012 bis Mai 2013 sparte Markus Brink rund 3.500 Euro. Und das nach einem langen, kalten Winter, für den der Deutsche Mieterbund einen Anstieg der Heizkosten um bis zu 18 Prozent errechnet hat.

Größter Kostenfaktor: alte Heizung

Dass eine so hohe Einsparung durchaus nicht selten ist, bestätigt Helmut Jäger, Geschäftsführer des Herstellers Solvis in Braunschweig. „Wer einen über 20 Jahre alten Kessel austauscht, kann seine Betriebskosten erheblich reduzieren. Manche Eigenheimbesitzer sind nach dem Austausch völlig überrascht und glücklich.“ Für die „Rekordjagd“ im Heizungskeller sollte die Leistung des Solarheizsystems optimal auf den Raumwärme- und Warmwasserbedarf des Hauses von einem Fachmann abgestimmt werden, zum Beispiel durch einen hydraulischen Abgleich.

Helmut Jäger: „Viele Eigentümer glauben, Strom sei der maßgebliche Kostentreiber. Wie hoch die Energiekosten ausfallen, hängt aber vor allem von der Wärmeversorgung ab.“ Ein oft unterschätzter Fakt ist, dass fast 90 Prozent der Energie eines Haushalts auf das Konto von Raumwärme und Warmwasser gehen und entsprechend hohe Kosten verursachen.

Entscheiden, dann fördern lassen

Laut einer aktuellen Studie der Universität Stuttgart ist die Kombination von Solarkollektoren und Gas-Brennwertheizung heute die wirtschaftlichste Lösung für Modernisierer. Bei einer Untersuchung von Stiftung Warentest (06/2012) schneidet die Kombination von Solarwärme und Holzpelletheizung unter wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten sogar noch besser ab. Als hilfreiche Orientierung für Hausbesitzer zeigt Solvis unter www.solvis.de cirka 1.000 Anlagenbeispiele in unterschiedlichen Gebäudesituationen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) unterstützt die Modernisierung einer veralteten Heizung durch ein modernes Heizsystem mit Solaranlage mit mindestens 2.000 Euro, beim Einsatz von Holzpellets als Brennstoff sogar mit 4.900 Euro. Weitere Förderinformationen auch zu regionalen Programmen unter www.solvis.de.

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