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Dänemark sieht seine Zukunft in der Nutzung von Solarthermie

Thema: Solarwärme | 01.10.2013 | Aufrufe: 3441 | Bewertung: (1 Bewertungen)

In den letzten vier Jahren zeichnete sich in Dänemark eine enorme Entwicklung bei den solarthermischen Kollektorflächen ab. Die Zahl der Fernwärme-Anlagen ist um das 3,5-fache angewachsen. Im Jahr 2012 belief sich die Nutzfläche auf 224.000 Quadratmeter, weitere 350.000 Quadratmeter sind geplant.

Dabei ist festzustellen, dass nicht nur die Größe der Solar-Kollektorflächen zunimmt, außerdem werden immer mehr Systeme unter Einbezug einer BHKW Kraft-Wärme-Kopplung gebaut. Letztere wurden in mehreren Pilotprojekten, die sich mit der gemeinsamen Nutzung von Solarthermie und Biomasse befassten, in der Vergangenheit ausgiebig getestet.

Seit 25 Jahren wird in Dänemark mit Solarthermie gearbeitet

Den Anfang in der solaren Fernwärme-Branche Dänemarks machte 1988 eine Anlage in Nordjütland. Lediglich 1.000 Quadratmeter war das Kollektorfeld im Ort Salturn groß. Die Anlage verband Solarthermie mit Biomasse. Zwei Jahre später wurden zwei weitere Anlagen errichtet. Ihnen folgten zwischen 1996 und 2006 noch welche. Am Ende standen für die Erzeugung von Fernwärme aus Solarthermie 39.600 Quadratmeter bereit. 2006 erfolgte zudem die Gründung einer Arbeitsgruppe. Ihre Aufgabe war es, die Verbindung von Kraft-Wärme-Kopplung und Solarthermie im Zusammenhang mit Hybridsystemen zu erforschen. Im Ergebnis ergaben sich zwei bedeutende Feststellungen:
  • 1. Die Anlagen waren in der Lage, Schwankungen bei der Windenergie auszugleichen.
  • 2. Die Anlagen sind in der Errichtung relativ günstig.
Den schnellen Zuwachs an Flächen für solare Fernwärme in Dänemark schreiben Experten den guten Erfahrungen mit der zur Verfügung stehenden Technologie zu.

Die Unterhalts- und Erzeugungskosten für diese Art von Energie sind mit 0,03 bis 0,04 Euro pro Kilowattstunde bei einer Lebensdauer der Anlage von über 20 Jahren mit äußerst niedrig zu bezeichnen.

Die Regierung Dänemarks hat Großes vor

Bis zum Jahr 2020 will man eine Leistung von 1,4 Terawattstunden mit solarer Fernwärme erreichen, bis 2030 sollen es sogar 2,7 Terawattstunden sein. Das sind zehn Prozent des Energiebedarfs in den dänischen Fernwärmenetzen. Dafür ist eine Kollektorfläche von acht Millionen Quadratmetern notwendig. Aber damit nicht genug der Zukunftsmusik: Die Dänen sehen in der Solarthermie ein solch enormes Potential, dass sie bis 2050 40 Prozent ihres Fernwärmebedarfs mit 7,0 Terawattstunden abdecken wollen.

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