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RWE-Druckluftspeicher: Baubeginn 2013

Thema: Erneuerbare-Energie | 24.04.2013 | Aufrufe: 3055 | Bewertung: (2 Bewertungen)

Auf der Welt existieren nur 2 Druckluftspeicherkraftwerke, eins in den USA, das andere in Deutschland, betrieben von E.ON. Konkurrent RWE wird noch dieses Jahr mit der Bauphase seines Energiespeicher-Vorhabens „ADELE“ (Adiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung) in Staßfurt, Sachsen-Anhalt, beginnen. Getragen wird das Projekt neben RWE Power von General Electric (GE), Züblin und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Gesamtkosten werden auf 100 bis 200 Millionen Euro geschätzt.

Druckluftspeicher sind Speicherkraftwerke, in denen Druckluft zur Energiespeicherung, im Idealfall aus Erneuerbaren Energien, verwendet wird. Neben Power-to-Gas und Batteriespeichern in allen Größenformen wird Druckluftspeichern ein großes Potenzial in Deutschland eingeräumt.

Nach der englischen Bezeichnung „Compressed Air Energy Storage“ werden diese Anlagen auch „CAES-Kraftwerke“ genannt. 2009 gab es die erste RWE-Machbarkeitsstudie, 2010 fiel der Startschuss für das Projekt von RWE Power. Die erste Planungsphase soll schon 10 Millionen Euro verschlungen haben.

Speichertechnologie für die Energiewende

Nun fiel auch die Entscheidung bezüglich der Standortwahl. In Staßfurt, Sachsen-Anhalt, sollen die geologischen und ökonomischen Voraussetzungen besonders günstig sein.

CAES-Kraftwerke benötigen ausgehölte, luftdichte Salzkavernen und sind deshalb standortabhängige Energiespeicher. Glücklicherweise sind weite Teile der Nordseeküste und Mitteldeutschlands geeignet, Regionen, in denen sich Produktionsschwerpunkte für Windenergie befinden.

Somit könnten Druckluftspeicher perfekt überschüssigen Strom aus Erneuerbaren Energien aufnehmen und bei Windflaute wieder abgeben, ohne dass es zuvor bereits zu hohen Übertragungsverlusten gekommen ist, was bei weit entfernten Speichern der Fall wäre.

Dies war einer der Gründe für den Standort Staßfurt. Nach installierter Leistung aus Windkraft liegt Sachsen-Anhalt unter den deutschen Bundesländern auf Platz 3, nach Anteil am Verbrauch auf Platz 1. Zudem befindet sich im Untergrund ein großer Salzstock. Dieser stammt vom Sodawerk Staßfurt. Deren Salzgewinnung mittels Aussolung wirft quasi als "Abfallprodukt" große Kavernen im Salz ab, die nach Ende der Operation mit geringem Aufwand zu Untergrundspeichern umgenutzt werden können.

Abhängig vom Erfolg des Projekts „ADELE“ dürften laut RWE noch größere Druckluftspeicher-Vorhaben in Angriff genommen werden.


Autor: SB

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