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Erdgas-Förderung mit Risikopotential im Visier

Thema: Erdgas, Flüssiggas | 14.03.2013 | Aufrufe: 2738 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Dass es auch im Boden unter Deutschland Erdgas gibt, ist hinlänglich bekannt. Nur ist es an manchen Stellen nicht so einfach, es an die Oberfläche zu befördern. Deshalb wird schon seit einiger Zeit über das sogenannte Fracking nachgedacht. Diese Bezeichnung stellt ein Kürzel für „Hydraulic Fracturing“ dar und wird mit der hydraulischen Risserzeugung übersetzt.

Das Fracking als Methode der Erdgasförderung ist sehr umstritten, da es mit hohen Belastungen der Umwelt verbunden ist. Sie gehen nicht nur davon aus, dass im Boden durch eine Verpressung mit Fracfluid gezielt Risse erzeugt werden, die ihrerseits dann für Instabilität sorgen können.

Auch das Fracfluid selbst ist nicht ganz unproblematisch, weil darin chemische Stoffe enthalten sind, die die Umwelt erheblich belasten können. Dazu gehören:
  • Hilfsstoffe wie Guar-Gele oder MC-Gele
  • Polymere als Reibungsminderer
  • Biozide
  • Säuren
  • Korrosionsschutzmittel
  • schaumbildende Mittel
  • Fluid-Loss-Additive
Um die möglichen Gefahren für den Menschen und die Umwelt abzuschätzen, haben sich jetzt Wissenschaftler sowohl in den USA als auch in Deutschland mit dem Fracking beschäftigt. Es gilt als teure Methode, wird aber angesichts der auf dem Weltmarkt ständig steigenden Erdgaspreise immer interessanter.

Das Ergebnis für Deutschland

Unter Deutschland lagern so große Mengen an Erdgas, dass sich die Bundesrepublik bei der Anwendung der Fracking-Methode mehr als ein Jahrzehnt selbst mit dem wertvollen Energielieferanten versorgen könnte.

Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft hat nun auf ihrer Jahrestagung die zu beachtenden Eckpunkte beim Fracking zusammengefasst und grundsätzlich eingeschätzt, dass die Risiken unter Beachtung strenger Auflagen überschaubar gehalten werden können.

Die DGG schließt sich der Auffassung der Bundesregierung an, dass Fracking in Gebieten mit Trinkwassergewinnung nicht zulässig sein darf. Auch sollten nach Meinung der Experten der DGG die Reservoire unangetastet bleiben, die sich in einer Tiefe von weniger als tausend Metern befinden.

Dadurch soll ein Kontakt der notwendigen Chemikalien mit dem Grundwasser vermieden werden. Diese Notwendigkeit sehen die Geologen auch in Bruchzonen. Die Wissenschaftler empfehlen einen Praxistest, für den ihrer Meinung nach ein Gelände in der Nähe von Osnabrück bestens geeignet wäre. Dort sollen wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, wie sich die in den USA beobachteten Umweltverschmutzungen beim Fracking vermeiden lassen.


Autor: AB

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