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Grüner Strom viel billiger als Kohle oder Kernkraft

Thema: Ökostrom | 11.03.2013 | Aufrufe: 3468 | Bewertung: (7 Bewertungen)

Konventionelle Energieträger haben immer noch den Ruf, kostengünstiger zu sein als Strom aus Erneuerbaren Energien. Dies spiegelt sich auch in den Preisen an der deutschen Strombörse wieder. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wie an der Zapfsäule stöhnt der Verbraucher auch bei dem Blick auf die Stromrechnung.

In beiden Fällen kommen auf die eigentlichen Kosten der Energiegewinnung Aufschläge, die den Strom- wie auch den Benzinpreis in die Höhe treiben.

Beim Strom werden Netzentgelte, die Strom-, die Mehrwertsteuer und Konzessionsabgaben fällig. Zusätzlich schlägt die Umlage des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (kurz EEG-Umlage) zu Buche. Dadurch scheint es, als ob nur die regenerativen Stromerzeugungstechnologien gefördert werden.

Die Konventionelle-Energien-Umlage

Doch auch Kohle- und Atomstrom verursachen zusätzliche Kosten, welche aber nicht unmittelbar am Strompreis ablesbar sind. Als Forschungsausgaben oder Steuerausfälle getarnt, müssen sie dennoch vom Staatshaushalt - und damit letztlich von uns Steuerzahlern - aufgebracht werden.

So profitieren Stein-, Braunkohle und Atomenergie seit Jahrzehnten von Finanzhilfen, Steuervergünstigungen und weiteren begünstigenden Rahmenbedingungen. Insgesamt summieren sich die Förderungen durch die Bundesregierung für Steinkohle von 1970 bis 2012 auf 311 Milliarden Euro, Braunkohle erhielt 87 und die Kernkraft 213 Milliarden Euro, laut „Technik in Bayern“.

Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie, Biomasse und Geothermie erhalten seit nicht einmal 20 Jahren nennenswerte Förderungen, wobei die gesamte Summe mit rund 67 Milliarden Euro sogar geringer ausfällt als die Beträge für Atomenergie oder Steinkohle im gleichen Zeitraum.

Besonders anschaulich wird dieser Umstand durch eine Publikation des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Energy und dem Bundesverband Windenergie (BWE). Würde man die Belastungen des Staatshaushalts und die externen Kosten durch konventionelle Stromerzeugung nach EEG-Methode auf den Verbrauch von uns Stromabnehmern umlegen, läge diese „Konventionelle-Energien- Umlage“ 2012 bei umgerechnet 10,2 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh).

Würden die Preise an der Strombörse die gesamten Kosten der Energieträger berücksichtigen, wären regenerative Energien heute schon mehr als wettbewerbsfähig.


Autor: SB

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