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Altmaier im Alleingang?

Thema: Ökostrom | 30.01.2013 | Aufrufe: 1921 | Bewertung: (1 Bewertungen)

So engagiert Bundesumweltminister Peter Altmaier auch versucht, „seine“ Energiewende mit aller Vehemenz durchzusetzen, so wenig Anhänger scheint er doch in der restlichen Welt diesbezüglich zu haben. Und so ist er nach wie vor eher vergeblich auf der Suche nach Verbündeten, um hochgesteckte ökologische Ziele voranzutreiben. Bietet da gegebenenfalls der aktuelle Umwelt-Kongress in Abu Dhabi vielversprechende Chancen?

Getreu dem Motto: „Potenziale erkennen, Chancen nutzen“, plant Bundesumweltminister Peter Altmaier, einen „Club der Energiewende-Staaten“ ins Leben zu rufen. Erklärtes Ziel dieses internationalen Staatenbündnisses soll es sein, die Energiewende weiter auf den Vormarsch zu bringen.

Dabei steht vor allem auch der weitere Ausbau von Solar- und Windparks im Focus des Interesses. Diesbezüglich soll aber, wenn es nach Altmaier geht, keineswegs der deutsche Staat allein federführend sein.

Weitere Nationen sollen der Einladung in den Club der Energiewende-Staaten folgen:

  • Frankreich
  • Dänemark
  • Großbritanien
  • Südafrika
  • Marokko
  • Tonga
  • Abu Dhabi und
  • China

Erfolg auf weltweitem Niveau – man darf gespannt sein

Noch sieht es aber nicht so aus, als könne Altmaier im Hinblick auf das von ihm geplante Staatenbündnis tatsächlich etwas bewirken. Denn nach aktuellem Stand hält sich vor allem China mehr als bedeckt. Allerdings – und das darf man mit Fug und Recht behaupten – wäre es ein höchst vielversprechender Meilenstein, wenn es wirklich gelänge, China mit ins Boot zu holen.

Schließlich haben sich die Asiaten in der Vergangenheit immer wieder als „Quertreiber“ erwiesen, wenn es um die Realisierung zukunftsorientierter, ökologischer Projekte ging.

Warum Öko-Club Nummer zwei ?

Überhaupt stellt man sich (zu Recht?) die Frage, wozu es eines zweiten Energie-Clubs bedarf. Denn seit seiner Gründung hat sich die „International Renewable Energy Agency“ (IREANA) durchaus etabliert.

Und auch sie wurde von einem deutschen Politiker initiiert: Hermann Scheer (SPD). Für den Fall, dass Asien Altmaiers Club nun doch nicht beizutreten gedenkt, so muss dies nicht zwingend in einer möglichen mangelnden ökologischen Orientierung begründet sein. Sondern vielleicht spielen die Chinesen stattdessen lieber mit dem Gedanken, Mitglied bei IREANA zu werden – wer weiß?


Autor: AB

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