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Ressourcenschonung - die Zeiten ändern sich

Thema: Umwelttechnik | 23.01.2013 | Aufrufe: 3123 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Wenn man bedenkt, dass sich viele Ressourcen dem Ende zuneigen, aber der Mensch nichtsdestotrotz ein immer größeres Interesse an der Energie an sich zeigt, ist in der Tat Handlungsbedarf gefragt. Vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass diese Thematik in Indien, China und so weiter geradezu boomt, ist es von einer fundamentalen Bedeutung, mit immer neuen Technologien aufzuwarten, die diesen ökologischen Anforderungen Rechnung tragen können.

Die Reise zum Mond erscheint da gar nicht so abwegig.

Der Mond wirkt sich bekanntlich durch seine starke Anziehungskraft massiv auf die Gezeiten aus. Infolge dessen treten regelmäßige Schwankungen des Meeresspiegels auf, die zum Teil gar die 15-Meter-Marke überschreiten. Und auch besonders schnelle Meeresströmungen werden im Zuge dessen häufig verzeichnet.

An sich die besten Voraussetzungen also, um Ebbe und Flut mithilfe spezieller Technologien in wertvolle Energie umzuwandeln. Entsprechende Anlagen existieren zwar bereits, jedoch ist ihre Zahl bislang eher verschwindend gering. Renommierte Forscher indes sind sich einig, dass hinter dieser Energiegewinnungstechnologie durchaus ein beachtliches und zugleich höchst vielversprechendes Potenzial steckt.

Schenkt man den Experten des Magazins „Philosophical Transactions of the Royal Society A“ Glauben, so dürfte allein Großbritannien ohne Weiteres in der Lage sein, satte 20 Prozent des gesamten Energiebedarfs durch ein solches Gezeitenkraftwerk zu bedienen!

Unterschiedliche Formen der Stromgewinnung stehen diesbezüglich zur Verfügung:

  • In Meeresarealen, die sich durch eine besonders starke Strömung auszeichnen, kommen Turbinen zum Einsatz, die ähnlich funktionieren, wie klassische Windkraftwerke. Nur erfolgt der Antrieb nicht mittels Wind-, sondern mittels Wasserkraft.
  • Turbinen werden in Flussmündungen oder Meeresarmen positioniert, um die Kraft des dort einfließenden Wassers zur Stromgewinnung zu nutzen.
Grundsätzlich könnten derartige Turbinen in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Jedoch sprechen derzeit noch die vergleichsweise hohen Betriebskosten gegen eine mögliche „Serienreife“ des Projektes.

Ein Beispiel: das „Severn Barrage“, das wohl imposanteste Gezeitenkraftwerk der Welt:

  • Umfang: 16 Kilometer lang
  • Erwarteter Leistungszeitraum: 120 Jahre
  • Leistungsvolumen: 8,6 Gigawatt (5 Prozent des gesamten Energiebedarfs wären damit gedeckt)
  • Kosten: 34 Milliarden Pfund
Prinzipiell sind Fachleute der Ansicht, es sei ratsam, solange das Projekt „Gezeitenkraftwerk“ noch in den Kinderschuhen steckt, möglichst klein anzufangen. Die im Zuge dessen gesammelten Erfahrungen ließen sich auf diese Weise effizienter für künftigere, größere Vorhaben verwerten.


Autor: AB







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