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München - Die Ökostrom-Metropole

Thema: Ökostrom | 17.01.2013 | Aufrufe: 1565 | Bewertung: (8 Bewertungen)

2015 könnte München die erste Millionenstadt der Welt werden, die sich vollständig mit eigenem Ökostrom versorgt. Dazu setzen die sonnenverwöhnten Bayern auf Windanstatt Solarenergie. Beim Meistern der Energiewende kommt den kommunalen Versorgern eine entscheidende Rolle zu. Besonders eine deutsche Stadt versucht dabei Vorreiter zu sein.

Die Stadtwerke München (SWM) streben nach einem der prestigeträchtigsten Titel, mit dem sich eine Metropole in Bezug auf den Ausbau Erneuerbarer Energien schmücken kann: Komplette Versorgung mit Ökostrom aus eigenen Anlagen. Als erste Millionenstadt. Auf der Welt.

2025 dürfte es soweit sein, dann wird die bayrische Landeshauptstadt voraussichtlich rund 7,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Ökostrom erzeugen, so viel wie in München verbraucht wird. Dafür rechnen die SWM insgesamt mit einem Investitionsvolumen von rund 9 Milliarden Euro.

Klaren Vorrang haben Projekte in München und der Region. Doch dort kann nicht so viel erneuerbarer Strom erzeugt werden, wie die Millionenstadt benötigt. Deshalb engagieren sich die SWM auch deutschland- und sogar europaweit. Dafür werden innerhalb Europas die energetisch und wirtschaftlich am besten geeigneten Standorte zum Bau von Anlagen für die einzelnen regenerativen Energieerzeugungsformen lokalisiert.

Der Wind bläst schließlich auf See kräftiger, zudem strahlt die Sonne in Südeuropa intensiver und öfter als in Bayern, auch trotz Föhn.

Die SWM setzen auf Wind anstatt Sonne

Schon 2015 werden über 80 Prozent des Ökostroms aus SWM-eigenen Windparks stammen, rund 12 Prozent aus Wasserkraft und 0,5 Prozent aus Photovoltaik-Anlagen.

Den Grundstein für diese Entwicklung legten die SWM 2008 mit ihrer Ausbauoffensive Erneuerbarer Energien. Mit beachtlichem Erfolg: Die bereits angestoßenen und realisierten Projekte verfügen nach Fertigstellung über eine Erzeugungskapazität von ungefähr 2,4 Milliarden. Mit dieser Menge könnte der Bedarf der 800.000 Münchner Haushalte sowie der von Tram und U-Bahn gedeckt werden.

Bis 2020 wird die mögliche Jahresproduktion dank der Kooperation mit dem Windkraftspezialisten wpd AG auf schließlich 3,6 Milliarden kWh anwachsen, weitere mögliche Projekte nicht mit eingerechnet. Im Vergleich zum Produktionsvolumen vor der Ausbauoffensive (350 Millionen kWh/Jahr) entspricht das in etwa einer Verzehnfachung!

Auch wenn die SWM betonen, dass das Geld nur in Projekte fließt, die sich wirtschaftlich selbst tragen können, darf man gespannt sein, ob sich die massiven Investitionen letztendlich in der Zukunft rückblickend bezahlt machen werden.


Autor: SB

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