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Thema Umwelt/ Energiesparen vom 13.03.2001 @ 07:58:13 CET


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Klimaänderungsrisiko erhöht Lebensrisiko aller nachfolgenden Generationen


Aktuelle Umwelttechnik News Der weltweite Einsatz erneuerbarer Energien bzw. die Erhöhung der Energieeffizienz hält derzeit mit dem globalen Bevölkerungswachstum und dem steigenden Bedarf an Strom, Wärme und Treibstoff nicht Schritt...

Münster (iwr-mailservice) - "Den weltweiten Ausstoß von Kohlendioxid kann man mit einem einzigartigen geophysikalischen Experiment auf der Erde gleichsetzen. Alle hoffen dabei, dass die Abgase der in einer erdgeschichtlichen Sekunde verbrannten fossilen Energieträger keinen Schaden anrichten, sagte Dr. Norbert Allnoch, Leiter des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster. Anders als beim BSE-Risiko ist eine persönliche Betroffenheit durch sichtbare Klimaänderungen im eigenen Umfeld noch nicht erkennbar und das ist trügerisch. Allnoch: "Das weltweit steigende Klimaänderungsrisiko erhöht gleichzeitig das Lebensrisiko aller nachfolgenden Generationen. Wir müssen uns insbesondere der Tatsache bewusst sein, dass ein einmal in Gang gekommener Klimaänderungsprozess nicht einfach gestoppt und rückgängig gemacht werden kann."

Der weltweite Einsatz erneuerbarer Energien bzw. die Erhöhung der Energieeffizienz hält derzeit mit dem globalen Bevölkerungswachstum und dem steigenden Bedarf an Strom, Wärme und Treibstoff nicht Schritt. Hier ist entschiedeneres Handeln der Politik im Sinne der Daseinsvorsorge erforderlich. Nach einem IWR-Szenario wird beispielsweise auch im Jahr 2010 der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch allenfalls bei 20 Prozent stagnieren, während auf dem regenerativen Wärme- und Verkehrssektor kaum nennenswerte Wachstumsimpulse erwartet werden können. (IWR-Szenario zur weltweiten Entwicklung regenerativer Energien http://www.iwr.de/re/iwr/info0008.html)

Angesichts der Fortsetzung der Weltklimakonferenz in Bonn und des anhaltenden Streits der Nationen über den richtigen Weg sagte Allnoch, dass die Diskussion um die richtigen Instrumente nicht das Ringen um die überprüfbare Festsetzung mengenmäßiger Ziele beim Kohlendioxidausstoß ersetzen sollte. Der Aufbau eines Co2-Emissionshandelssystems darf nicht zu einem Beschäftigungsinstrument für die Nationen werden und von der Lösung der eigentlichen Aufgabe ablenken - der Festlegung und Einhaltung eines weltweit verbindlichen Reduktionspfades für die Ausstoßmenge von Kohlendioxid.
Münster, den 12. März 2001

Olaf













     
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