“Obwohl in den letzten Monaten einige bedeutende Unternehmen aus dem Markt ausgestiegen sind, übersteigt das Modulangebot die Nachfrage noch immer bei Weitem, und die Anbieter befinden sich nach wie vor in einem scharfen Preiswettbewerb.“
Starke Verluste für Meyer-Burger
Die sinkende Nachfrage nach Photovoltaik-Modulen macht sich natürlich auch für die Hersteller von Produktionsanlagen bemerkbar. So sanken die Umsätze der Meyer-Burger Group im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 46 % auf 317 Millionen US-Dollar (258 Millionen Euro), die Aufträge gingen um 84 % auf ein Volumen von 132 Millionen USD zurück (ca. 107 Millionen Euro).
Die Umsatzrendite betrug minus 15 %, der Nettoverlust 35,2 Millionen USD (28,6 Millionen Euro). Laut Meyer Burger ist es das erste Mal seit dem Börsengang 2006, dass die Unternehmensgruppe Verluste machte.
Eurosolar gegen Altmaier
Dr. Axel Berg, Vorsitzender der
EUROSOLAR
Sektion Deutschland, wertet den in der vergangenen Woche von Bundesumweltminister Altmaier vorgestellten 10-Punkt-Plan als Angriff auf die Onshore-Windkraft.
Vor dem Hintergrund gerade beschlossener überteuerter Geschenke an die Offshore-Windkraft und damit vor allem an die großen Energiekonzerne, die nun die privaten Stromkunden schultern müssen, sei es nur noch zynisch, wenn der Umweltminister behauptet, er wolle die Kosten der Energiewende im Griff behalten, heißt es in einer Pressemitteilung.
"Wenn er das wirklich wollte, müsste er gerade auf die Windkraft an Land setzen. Der teure und nicht erforderliche Offshore-Ausbau wird die EEG-Umlage und die Netzentgelte für die Verbraucher nach oben treiben. Windkraftanlagenbetreiber bekommen Onshore eine rund halb so hohe Vergütung wie Offshore, bezahlen obendrein den Netzanschluss selbst und können die Haftung für Übertragungsprobleme in der Netzanschlussleitung nicht auf die Stromverbraucher abwälzen.
Durch den Offshore-Ausbau müssen wiederum mehr kostenträchtige Energieleitungen von Nord nach Süd gebaut werden, als bei einer dezentralen, onshore-orientierten Energiewende nötig."
Strom aus Abwasser
Forschern an der Oregon State University (OSU) ist ein Durchbruch bei mikrobiellen Brennstoffzellen, die Strom aus der Abwasseraufbereitung gewinnen, gelungen. "Wenn unsere Technologie auf kommerziellen Skalen so funktioniert, wie wir annehmen, kann die Abwasseraufbereitung ein großer Stromlieferant werden statt ein großer Energieverbraucher", sagt Hong Liu, Extraordinarius am OSU Department of Biological and Ecological Engineering.
Bei den mikrobiellen
Brennstoffzellen oxidieren Bakterien organisches Material und setzen dabei Elektronen frei, die von Anode zu Kathode laufen. Dieses verfahren an sich ist nicht neu, aber die Forscher aus den USA haben es nach eigenen Angaben nun geschafft, die Leistung dieses Brennstoffzellen um den Faktor 10 bis 100 zu erhöhen.
Im Labor hat sich die Technologie bereits bewährt, jetzt werden Geldgeber und Partner für ein Pilotprojekt gesucht. Ein guter Kandidat ist Liu zufolge eine Anlage der Nahrungsmittelindustrie, da hier in einem geschlossenen System laufend bestimmte Abwässer anfallen, aus denen viel Strom zu gewinnen wäre.
E.ON und RWE-Gewinn höher als gesamte Ökostrom-Umlage
Aktuelle Marktdaten
- RENIXX®: 173 Punkte (Vorwoche: 167 Punkte)
- Dax: 7.032 Punkte (Vorwoche: 6.941 Punkte)
- WR-Geschäftsklimaindex Juli 2012: 92,7 (Vormonat: 90,9)
- Öl/Sorte Brent Sep 2012 v. 16.08.2012 (Afternoon Markers):
- 115,93 US-Dollar/Barrel (Vorwoche, 115,68 US-Dollar/Barrel)
- Euro/Dollar: 1,2302 (Vorwoche: 1,2306)
- EEX-CO2 EU Carbon Futures MidDec2012: 7,67 Euro/Tonne (EUA)
- EEX-Spotmarkt: Lieferung: Sa., 18.08.2012: 11-12 Uhr: 41,19 Euro/MWh
- EEG-Einspeisung 01.01.2012 – 16.08.2012
Wind: 28,51 Mrd. kWh (Vorwoche: 28,05 Mrd. kWh)
PV: 20,29 Mrd. kWh (Vorwoche: 19,32 Mrd. kWh)
Autor: JB