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 | Thema Ökostrom vom 23.07.2012 @ 09:30:49 CEST
Strom – grenzüberschreitende Hochspannungsmaste
Angesichts des neuen Energieprojektes der beiden Stromanbieter Amprion und TenneT bekommt die „länderübergreifende Verbindung“ eine gänzlich neue Bedeutung. Denn es ist geplant, eine Hochspannungsleitung zwischen Wesel am Niederrhein und der niederländischen Stadt Doetinchem zu errichten. Leistungsvolumen: sage und schreibe 380 Kilovolt.
Das Problem daran – insbesondere für die Einwohner der beiden Städte – ist insbesondere die Tatsache, dass die Leitungen oberirdisch verlegt werden sollen. In zahlreichen Protestaktionen forderten demgemäß bislang sowohl die niederländischen, als auch die deutschen Bürger, die Leitungen ausschließlich im Erdreich zu verlegen, da auch auf diese Weise sicher eine adäquate Stromversorgung gewährleistet werden könne. Jedoch wird sich dieser Wunsch wohl nicht erfüllen lassen.
Ein beeindruckendes Bauprojekt
Wie auf der Internetpräsenz doetinchem-wesel380kv.nl unlängst veröffentlicht wurde, ist der Im- und Export elektrischer Energien zwischen Deutschland und den Niederlanden in der jüngsten Zeit deutlich angestiegen; Tendenz auch weiterhin steigend. Ziel des Bauvorhabens ist es somit, den entsprechenden Anforderungen am Markt auch weiterhin gerecht werden zu können und auch in Zukunft im Wettbewerb auf dem EU-Elektrizitätssektor bestehen zu können. Dies kann offenbar nur durch die zusätzliche Errichtung einer neuen Stromleitung bewerkstelligt werden. Vor allem die Gefahr etwaiger Stromengpässe bzw. -ausfälle kann durch die neue Hochspannungsleitung, Expertenmeinungen zufolge, eingedämmt werden.
Energiebedarf vs. Gesundheit
Nach Ansicht der Bürger sollte in diesem Zusammenhang allerdings weniger die Wettbewerbsfrage im Vordergrund stehen. Sondern hier spielen weitaus gravierendere Aspekte eine Rolle: So sind die Bedenken der Demonstranten hinsichtlich eventueller gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei Mensch und Tier sowohl in Wesel, als auch in Doetinchem sehr groß. Gleichwohl sind die optischen Beeinträchtigungen der landschaftlichen Umgebung sowie nicht zuletzt auch die Umweltverschmutzung den Menschen vor Ort ein Dorn im Auge.
Die Betreiber sind sich schon jetzt einig – trotz aller Proteste auf Seiten der Bevölkerung: Der Bau einer unterirdischen Stromleitung wird in keinem Fall möglich sein. Zum einen wäre das Ganze mit einem übermäßigen Kostenaufwand verbunden, auf der anderen Seite könne bei einem solchen Unterfangen nicht in vollem Umfang die gebotene Sicherheit gewährleistet werden.
Schon in Kürze soll die endgültige Entscheidung zur geplanten Errichtung des Hochspannungsmastes getroffen werden.
Auror: AB
 christian_baeumker
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