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Thema BHKW & KWK vom 19.07.2012 @ 10:38:15 CEST

Lohnen sich Blockheizkraftwerke noch?

Die Installation eines Blockheizkraftwerkes in den eigenen vier Wänden lohnt sich durchaus. Und sei es „nur“ aus ökologischer Sicht. Denn die finanziellen Aspekte, sprich: die Stromvergütung, welche der Verbraucher für die Einspeisung der generierten Energie aus dem BHKW in das Stromnetz erhält, lassen mehr und mehr zu wünschen übrig.

So ist die Vergütung in diesem Monat auf ein Rekordtief gesunken. Tendenz auch weiterhin sinkend…?

Der KWK-Index
Der KWK-Index gibt den aktuellen Wert an, welchen der Verbraucher in Anlehnung an das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) für den jeweils eingespeisten Strom aus Biomasse, Biogas oder Bio-Strom erhält. Dieser beträgt für Blockheizkraftwerke bis 2 MW aktuell gerade einmal 4,039 Cent pro kWh. So ist der KWK-Index noch einmal um fast 11 Prozent gefallen; im Quartal zuvor war ebenfalls eine Reduzierung um satte 10 % verzeichnet worden.

Wer mit seinem Blockheizkraftwerk folglich viel Strom in das Versorgernetz einspeist, dafür jedoch nur eine geringe Grundvergütung erhält, muss über kurz oder lang mit massiven finanziellen Verlusten rechnen. So stellt sich für den einen oder anderen durchaus die Frage, ob sich die Anschaffung eines Blockheizkraftwerkes vor dem finanziellen Hintergrund überhaupt noch rentiert.

Dabei spielen vor allem die jeweils erforderlichen Kilowattstunden eine wichtige Rolle. Wenn sich diese auf 4.000 Stunden pro 12 Monate verteilen, kann man sagen, dass das BHKW tatsächlich noch wirtschaftlich arbeitet. Besonders vorteilhaft wird es aber für den Verbraucher, wenn damit nicht nur Energie für Wärme generiert wird, sondern auch für das Brauchwasser.

Insbesondere die finanziellen Aufwendungen sollten Berücksichtigung finden und mit den zu erwartenden Einnahmen – immer in Bezug auf die benötigten Kilowattstunden – in Relation gesetzt werden.

Folgende Investitionen sind erforderlich:
  • Die Module für das BHKW
  • Gegebenenfalls der Umbau der Räumlichkeiten vor Ort
  • Anschlusskosten
  • Brennstoffkosten
  • Aufwendungen für Wartung und Reparatur
  • Abschreibungen Zinsen
Auf der Habenseite machen sich hingegen folgende Aspekte positiv bemerkbar:
  • Die Stromkostenersparnis
  • Kostenersparnis für fossile Brennstoffe
  • KWK-Zuschläge
  • Stromvergütung
  • Erstattung der Mineralöl-Steuer (einzelfallabhängig)
Bevor man sich folglich für die Installation eines Blockheizkraftwerkes entschließt, macht eine professionelle, fundierte Beratung in jedem Fall Sinn.

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christian_baeumker








     
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