Thema Energiewirtschaft & Politik vom 27.06.2012 @ 16:34:55 CEST
Mögliche Einigung beim Streit um die Solarförderung?
Laut dpa Angaben einigen sich Vertreter aus Bund und Ländern endlich auf eine verbindliche Höhe der Solarförderung.
Neu ist, dass die Förderung bei 52 GW Gesamtleistung in der Photovoltaik gedeckelt werden soll. Außerdem soll wohl besonders bei kleinen Photovoltaikanlagen, wie diese bei privaten Hausbesitzern oder kleinen Unternehmen auf den Dächern zu finden sind, weniger drastisch gekürzt werden.
In anderen Kategorien soll es aber bei Kürzungen von bis zu ca. 30% bleiben. Dafür sollen dann bei besonders großen Anlagen diverse Bauauflagen entfallen, um den Zubau und die weitere Ausbreitung zu erleichtern. Ein gute Nachricht, besonders für chinesische Hersteller.
Die aktuell installierte Leistung an Photovoltaik wird mit 28 GW angegeben. Also kann die Anzahl der Photovoltaikanlagen noch fast verdoppelt werden, bevor die Politiker erneut verhandeln wollen was jenseits der 52 GW passieren soll. Die ep24 Redaktion ist sich sicher, basierend auf den Erfahrungen der letzten Jahre, geht das politische Gezanke um die Solarförderung spätestens mit Bekanntgabe der nächste Anpassung (sprich Erhöhung) der EEG-Umlage wieder von vorne los.
Dank der weiterhin stark fallenden Modulpreise sollten Investitionen in neue Photovoltaikanlagen allerdings auch trotz der neuen Kürzungen attraktiv bleiben. Das eigentliche Investitionshemmnis ist jedoch das Verhalten der Politik, denn niemand kann eine neue Anlage wirtschaftlich planen solange rückwirkende Kürzungen in unbekannter Höhe im Raum stehen. Aber vielleicht, sollte die Meldung der dpa stimmen, sind der Solarbranche in Deutschland wieder ein paar Monate an Planungssicherheit vergönnt, so dass erneut investiert werden kann.
Autor: hd
 oak-media
Ähnliches im Wissensbereich:
|