Thema Erneuerbare Energie vom 12.06.2012 @ 16:47:27 CEST
Kommt die Energiewende?
Die neuesten Statistiken der Unternehmensberatung McKinsey wirken mehr als entmutigend, wenn es um die geplante Energiewende geht. Denn wieder einmal wird es der Verbraucher sein, der die Zeche zu zahlen hat. So sei es durchaus denkbar, dass die Energiewende den Bürger bis zum Jahr 2020 sage und schreibe 60 % mehr kosten könnte, als dies im Vergleich zu 2011 der Fall gewesen sei.
Und auch im Hinblick auf die Umlage der Förderung moderner Energien sei es ohne weiteres möglich, dass diese bis 2013 auf fünf Cent (statt aktuell 3,5 Cent) steigen könnte.
Energiegipfel verlief mit ernüchterndem Ergebnis
Erst vor wenigen Tagen fand man sich erneut zu einem Energiegipfel zusammen. Bundeskanzlerin Merkel sowie zahlreiche Branchenvertreter (unter anderem aus dem Hause E.ON, Siemens, IG Bergbau, Chemie und Energie) waren in diesem Zusammenhang zwar nach wie vor der Ansicht, dass die Energiewende auch aus wirtschaftlicher Sicht für Deutschland von grundlegender Wichtigkeit ist.
Allerdings müsse gleichwohl zu 100 % sichergestellt sein, dass keine Versorgungslücken in Sachen Öko-Energien entstehen.
Um aber dauerhaft zu gewährleisten, dass Strom aus Sonne und Wind kontinuierlich zur Verfügung steht, ist der Bau neuer Gas- und Kohlekraftwerke unabdingbar. Das Problem: weil sich diese Neubauten wohl nur bedingt rentieren dürften, ist es sehr schwer, zahlungskräftige Investoren zu finden. Aus diesem Grund fordert die Industrie nun zusätzliche staatliche Förderungen. Diese gälte es aber wiederum von den Stromkunden selbst zu finanzieren.
Düstere Aussichten für Deutschland?
Martin Kannegießer, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall äußerte sich der „Bild“-Zeitung gegenüber zu der Misere. So war er der Ansicht, dass es für Deutschland schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben könnte, wenn es nicht endlich gelänge, die geplante Energiewende effizient und zielorientiert zu planen. Denn Betriebsschließungen oder Standortwechsel renommierter Unternehmen ins Ausland könnten im schlimmsten Fall die Folge sein.
Überhaupt ist Kannegießer in keiner Weise der Ansicht, dass das Thema „Energiewende“ bisher wohlstrukturiert und gut überlegt in Angriff genommen worden sei. So bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze in naher Zukunft entwickeln wird.
Autorin: ab
 oak-media
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