Thema Erneuerbare Energie vom 06.06.2012 @ 17:37:26 CEST
Siemens nimmt Kraftwerke in Betrieb
„Gemeinsam sind sie stark“ – so oder so ähnlich könnte das Motto des Siemens Konzerns lauten im Hinblick auf die neuen Kraftwerkspläne der Münchener Stadtwerke und der RWE. Um nämlich in diesem Zusammenhang eine höhere Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten, wurden unlängst – zumindest virtuell – sechs Blockheizkraftwerkmodule, eine Windkraftanlage sowie fünf Wasserkraftanlagen zusammengeschaltet.
Darüber hinaus wurde, ebenfalls auf virtueller Basis, ein ähnliches Anlagenkonzept des Energieversorgers RWE in Angriff genommen.
Beide Projekte basieren jeweils auf einer Leistung von rund 20 Megawatt, sollen jedoch bis zum Jahr 2015 auf sage und schreibe 200 Megawatt ausgebaut werden. Ein sehr umfangreiches Demonstrationsprojekt, das auf der Basis des dezentralen Energiemanagementsystems des Siemens-Konzerns ins Leben gerufen wurde, und das es wahrlich in sich hat.
Virtuelle Power explizit nutzen
Ziel ist es, mit einem derartigen Kraftwerksprojekt ein intelligentes Stromversorgungsnetz zu schaffen, das den Energieversorgern ein umfassendes Spektrum innovativer Möglichkeiten bieten soll. Die Energie, welche nämlich im Zuge dessen gebündelt werden kann, ließe sich problemlos zum Beispiel an der Börse oder ähnlich vielversprechenden Märkten zum Verkauf anbieten. Eine solche Option würde folglich ein noch breiteres Verwertungspotenzial schaffen und damit höhere Einnahmen ermöglichen, was letztlich zu noch mehr Flexibilität führen würde.
Ein Trend, der Zukunft hat
Ein bemerkenswerter Aspekt dabei ist, dass virtuelle Kraftwerke eine wichtige Stütze in Bezug auf die Netzstabilität sein können. Dies wird vor allem dadurch begründet, dass sie in der Lage sind, Regelleistungen bei der Minutenreserve zu generieren. Und genau das macht sie gleichwohl interessant für das Segment der erneuerbaren Energien. In Anlehnung an das aktuell geltende Erneuerbare Energien Gesetz kann durch virtuelle Kraftwerke nämlich eine Art „Forum“ geschaffen werden, das den Anstoß dazu liefern könnte, Energie aus den betreffenden Anlagen direkt an der jeweiligen Energiebörse zu veräußern. Die Konsequenz dessen dürfte sein, dass virtuelle Kraftwerke im Rahmen der geplanten Energiewende durchaus an Relevanz gewinnen. Moderne Zeiten erfordern eben auch moderne Maßnahmen.
Autorin: ab
 oak-media
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