Thema Energiewirtschaft & Politik vom 01.06.2012 @ 15:18:55 CEST
Mehr Investitionen zum Wohl der Umwelt
KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) tun mehr als große Konzerne. Zumindest, wenn es darum geht, umweltorientiert zu handeln. Zu diesem denkwürdigen Ergebnis kam eine unlängst veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage. Wie die von TNS Political and Social erfolgte Erhebung im Hinblick auf die Ressourceneffizienz in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie auch in größeren Firmen ergeben hatte, verfügen bei KMUs immerhin 13 % der Beschäftigten über einen „grünen“ Arbeitsplatz.
In Konzernen hingegen hätten gerade einmal 3 % aller Mitarbeiter einen ökologisch orientierten Wirkungsbereich.
Interessant sei jedoch in diesem Zusammenhang vor allem die Tatsache, dass das in KMUs vorhandene „Öko-Potenzial“ bislang noch nicht einmal vollends ausgeschöpft würde.
Die Dinge ändern sich
Aber nichtsdestotrotz wird ein Anstieg des Anteils umweltbewusster Arbeitsplätze – zumindest in kleinen und mittelständischen Unternehmen – für das nächste Jahr erwartet. Dabei ist hier von einem Zuwachs von immerhin 35 % die Rede. Bleibt zu hoffen, dass sich diesbezüglich nicht, wie bisher, die Bürokratie in den Weg stellt. Insgesamt machten in der Vergangenheit nicht einmal ein Viertel der Unternehmen den EU-Binnenmarkt für Öko-Produkte und Dienstleistungen. Eine Feststellung, die durchaus zu denken geben sollte.
Vor allem das gestiegene Interesse der Verbraucher an „grünen Angeboten“ sei einer der Hauptgründe für die insgesamt doch recht positive Entwicklung. Und so sind mittlerweile rund 93 % der befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen bereit, sich um eine nachhaltige Verbesserung der Ressourcen-Effizienz zu bemühen.
Insbesondere die finanzielle Seite ist zu berücksichtigen
Vor wenigen Tagen wurde eine Studie der BirdLife International, der GHK Groß Britannien sowie einiger weiterer namhafter Umweltverbände veröffentlicht, die durchaus eine positive Wende verspricht. So sei es bedingt durch die ökologische Umlenkung der EU-Subventionen sehr wohl denkbar, dass, über kurz oder lang, Millionen neuer Arbeitsplätze generiert werden könnten.
Nach Angaben des NABU (Naturschutzbund Deutschland) könne es überdies sogar ohne weiteres möglich sein, durch die Umschichtung von rund 14 % der EU-Subventionen mehr als 500.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Konstantin Kreiser, Haushaltsexperte der EU beim NABU, bemängelte aber, dass die deutsche Regierung noch immer zu wenig Wert auf „grüne“ Investitionen und finanzielle Förderungen lege. Gründe genug, dies zu ändern, gibt es allerdings in jedem Fall.
Autorin: ab
 oak-media
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