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1 Jahr danach: Was hat E10 wirklich gebracht?

Thema: Erdgas, Flüssiggas | 31.05.2012 | Aufrufe: 1958 | Bewertung: (2 Bewertungen)

Aller Anfang ist schwer? Auf den Umweltkraftstoff E 10 scheint eben jene „Weisheit“ sehr wohl zuzutreffen, denn als der Sprit vor etwa einem Jahr eingeführt wurde, waren die Hoffnungen der Initiatoren aus Industrie und Politik noch sehr groß.

So ging man davon aus, dass sich zwischen 80 und 90 % der deutschen Autofahrer für das regelmäßige Betanken ihrer Fahrzeuge mit dem Öko-Sprit entscheiden würden. Aktuellen Zahlen zufolge lag diese Zahl aber gerade einmal bei 13 %. Und das, obwohl der Bio-Sprit im Durchschnitt circa 4 bis 5 Cent billiger ist, als super-bleifreies Benzin.

Der große „Run“ blieb aus

Ziel der Einführung des Bio-Benzins war es seinerzeit in erster Linie, die Umwelt zu schonen, da der Kraftstoff den CO²-Ausstoß bei Fahrzeugen erheblich verringern soll. Durchaus ein „schlagendes“ Argument, allerdings wurden schon in der ersten Verkaufsphase Gerüchte laut, nach denen der E 10 Sprit über kurz oder lang Motorschäden bei den Fahrzeugen herbeiführen könne. Dies rief massive Bedenken bei den Autofahrern hervor, sodass der Anfang vom Ende des E 10 Kraftstoffes besiegelt schien.

Und so wurden nur wenig später von Seiten der Regierung werbewirksam Listen publiziert, aus denen ersichtlich war, welche Fahrzeuge E 10-tauglich sind und welche nicht. Wenngleich auch das Ergebnis eindeutig war – mehr als 90 Prozent aller am Markt existenten Autos wurden tatsächlich als „E 10-tauglich klassifiziert – blieb es bei der skeptischen Zurückhaltung der Verbraucher.

Wer sein Auto liebt...

Wie der ADAC jüngst mitteilte, sei es bislang an E 10-tauglichen Fahrzeugen in keinem Fall zu Motorschäden gekommen. Entsprechende Meldungen lägen dem Automobilclub jedenfalls nicht vor. Ein Fahrzeug, das allerdings als nicht E 10-tauglich eingestuft und in einem Test trotzdem mit dem Bio-Sprit betankt worden war, blieb schon nach wenigen tausend Kilometern aufgrund eines Motorschadens liegen.

Somit werden sich Industrie und Politik verstärkt damit befassen, Werbung für das Öko-Benzin zu betreiben. Ob dies jedoch langfristig dazu beitragen kann, die Zweifel auf Seiten der Autofahrer auszuräumen, darf zum jetzigen Zeitpunkt noch bezweifelt werden.


Autorin: ab

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