Thema Photovoltaik (Solarstrom) vom 24.05.2012 @ 17:08:56 CEST
Eine höhere Sonnenenergieausbeute erzielen
Energiekosten senken - leicht gemacht. Eine innovative Beschichtungsvariante macht es möglich. Denn damit soll nicht nur die Stromausbeute nachhaltig erhöht, sondern zugleich auch Energiekosten gesenkt werden. Was bislang die „guten, alten“ Solarzellen zu bieten hatten, leisten heute Solarzellen, die mit so genannten antireflektiven Schichten ausgestattet sind.
Nach wie vor steht bekanntlich in Sachen „Solarzellen“ im Vordergrund, so viel Energie zu gewinnen, wie möglich. Die neuen antireflektiven Solarzellen tragen diesbezüglich nachweislich dazu bei, die Stromausbeute noch zu erhöhen. Grund genug für zukunftsorientierte Forscher des INM – Leibnitz-Institut für Neue Materialien GmbH in Saarbrücken, eine neue Technologie zu entwickeln, um fortan selbst großformatige Solarzellen mit antireflektiven Schichten herzustellen.
Auf die Technik kommt es an
Ein speziell konzipiertes Materialgemisch kommt nach Angaben der Forscher zum Einsatz, welches jeweils auf dünne Kunststoff-Folien aufgetragen wird. Diese aufgetragene Schicht ist übrigens dünner als 100 Nanometer. Das entspricht in etwa einem Tausendstel der Dickte eines durchschnittlichen menschlichen Haares. So entstehen antireflektive Folien, die problemlos auf Solarzellen aufgetragen werden können. Perfekte Voraussetzungen für den Einsatz auf herkömmlichen Plastikfolien aus Polycarbonat oder aus Polyethylen. Von entscheidender Bedeutung ist, dass das Materialgemisch beliebig verändert werden kann. Auf diese Weise kann zum einen eine höhere Flexibilität am Produkt gewährleistet werden. Zum anderen ist es somit möglich, antireflektive Folien in beliebiger Größe zu produzieren.
Der Leiter des Programmbereiches „Optische Materialien“, Peter William de Oliveira, erläuterte, dass man bislang lediglich Verfahrensweisen kenne, die wegen ihres relativ hohen Kostenaufwandes nur bedingt für die regelmäßige Verwendung in Frage kommen und die andererseits noch dazu durch eine eher minderwertige Qualität auffallen. Überhaupt seien sie oftmals auch nur schwerlich funktionsfähig, wenn es um die Anwendung auf größeren Flächen geht.
Moderne Techniken – aber ohne Qualitätseinbußen
Die Entwicklung des INM bietet im Übrigen sogar die Möglichkeit, antireflektive Folien in beliebiger Länge herzustellen. Die erzielbare Breite kann ohne weiteres auf bis zu 1,30 Meter ausgedehnt werden, ohne dabei Funktionalitäts- bzw. Qualitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Wer mehr über die innovativen Technologien des INM in Erfahrung bringen möchte, hat vom 23. bis 27. April des Jahres Gelegenheit dazu.
Dann präsentiert das INM im Rahmen der Messe „Research and Technology“ die aktuellen Highlights und die neuesten Materialkombinationen. Zusätzliche Informationen sind unter inm-gmbh.de abrufbar.
Autorin: ab
 oak-media
|