Thema Bauen, Technik, Sonstiges vom 23.05.2012 @ 17:21:38 CEST
Innovative Idee am Niederrhein: das schwimmende Haus
Auf dem Birgelsee in Hönnepel, einer kleinen Gemeinde am unteren Niederrhein, bekommt die Bezeichnung „nah am Wasser gebaut haben“, eine völlig neue Bedeutung. Denn bereits seit Anfang vergangenen Jahres kann hier ein Bauprojekt in Augenschein genommen werden, das es vor allem in energetischer Hinsicht „in sich“ hat.
Es handelt sich dabei um ein äußerst vielversprechendes Forschungsprojekt, welches in Zusammenarbeit zwischen den lokalen Kieswerken Maas-Roeloffs, der RWE und dem Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme (ISE) konzipiert wurde. Die Weichen sind nun offenbar gestellt für ein ökologisch wertvolles Bauvorhaben, das nicht nur die Bürger vor Ort begeistert.
Ein Öko-Beispiel der besonderen Art
Entwickelt und zumindest planerisch „in die Tat umgesetzt“ wurde das so genannte Plus-Energiehaus allerdings bereits im Jahre 2005. Seinerzeit war jedoch vielmehr von einer zukunftsorientierten Wohnsiedlung die Rede, welche ihren Energiebedarf zu 100 % durch den Einsatz nachhaltiger Energien decken sollte. Was in der Anfangsphase noch ein wenig Skepsis auslöste, steckt heute gewissermaßen bereits in den Startlöchern.
Denn Ziel war es dabei insbesondere, dass jedes der Gebäude, die auf dem immerhin 24 Hektar umfassenden Grundstück errichtet werden sollten, die Energie zum einen aus der Energie der Sonne, zum anderen aus der Kraft des Wassers im Birgelsee „schöpfen“ sollten.
Auch auf die Technik kommt es an
Um das Projekt überhaupt erst zum Erfolg zu bringen, war es zunächst erforderlich, dass spezifische Technologien entwickelt und gebaut wurden. So wird aktuell zum Beispiel ein Gebläse-Heizkörper konzipiert, welcher sich allerdings noch in der Testphase befindet. Des Weiteren ist der Bau einer speziellen Wasser-Wasser-Wärmepumpe erforderlich, die derzeit ebenfalls noch „auf Herz und Nieren“ geprüft wird.
Zwar prüft gegenwärtig auch das Fraunhofer Institut, inwieweit eine erfolgreiche Fertigstellung eines Plus-Energiehauses möglich sein wird, jedoch verheißen erste Resultate nur Gutes. So ist kürzlich beispielsweise festgestellt worden, dass mehr Energie erzeugt, als benötigt würde. In der Tat ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Autorin: ab
 oak-media
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